Bürgergeld würde Chancen auf erfolgreiche Vermittlung verschlechtern

„Der interne Revisionsbericht der Bundesagentur für Arbeit macht deutlich, dass ein Bürgergeld, wie es Bundesarbeitsminister Heil anstrebt, die Chancen auf eine Vermittlung von Arbeitslosen noch weiter verschlechtern würde“

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- so Dr. Hans-Jürgen Völz, Chefvolkswirt des Bundesverbandes Der Mittelstand.BVMW. „Vielmehr kommt es darauf an, Arbeitsanreize zu erhöhen. Im Ergebnis muss Empfängern von Arbeitslosengeld II vom Zuverdienst mehr Netto übrigbleiben.“

Allerorten ist der Arbeitskräftemangel in Deutschland offenkundig. 2,4 Millionen Arbeitslose könnten da einen spürbaren Beitrag zur Entlastung leisten. Hierauf müssen die 155 Agenturen für Arbeit mit ihren etwa 600 Niederlassungen ihr Hauptaugenmerk richten. Dazu gehört beispielsweise, dass das Matching zwischen Stellenangeboten und Arbeitssuchenden unter Berücksichtigung der individuellen Fähigkeiten stark verbessert werden muss.

Dass Jobcenter es in 56 Prozent der geprüften Fälle nicht geschafft haben, die Arbeitschancen zu erhöhen, kommt einem Offenbarungseid gleich. Die Revision legte zudem offen, dass Jobcenter mit Arbeitslosen teilweise 18 Monate gar kein Beratungsgespräch führten. Dies ist umso unverständlicher, weil gerade die Vermittlung in Arbeit das Kerngeschäft der Arbeitsagenturen ist.

Der Mittelstand erwartet von der Politik, dass jetzt alle Anstrengungen unternommen werden, um das inländische Arbeitspotenzial zu heben. Bevor man ernsthaft über die Einführung eines nahezu bedingungslosen Grundeinkommens nachdenkt, müssen die eklatanten Mängel des bestehenden Hartz-IV-Systems abgestellt werden. Insbesondere bei Langzeitarbeitslosen braucht es stärkere und vor allem zielgerichtete Anreize für die Aufnahme einer Tätigkeit.

 

 

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