Gaspreise: Energielieferungen temporär von Mehrwertsteuer befreien

„Allgemeine Spar-Appelle helfen nicht weiter. Schon in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, dass Krisen eine klare Kommunikation erfordern. Die Unklarheit und Vielstimmigkeit der Regierung muss ein Ende haben“, so BVMW-Vorsitzender Markus Jerger.

euromünze auf gasherd

„Angesichts neuester Berechnungen, dass die angekündigte Gasumlage ab Oktober mit jährlichen zusätzlichen Kosten von bis 1.000 Euro für einen Durchschnittshaushalt zu Buche schlagen kann, anstatt der von Bundeskanzler Scholz bislang anvisierten 200 bis 300 Euro, wird ein unverzügliches Handeln der Regierung noch unvermeidbarer“, betonte Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, gegenüber der Funke Mediengruppe. Der Verband fordert die Politik auf, endlich klar zu sagen, welche zusätzlichen Kosten auf Privathaushalte und Unternehmen zukommen, wie genau die Belastungen für Verbraucher aufgefangen werden können und wie die mehrfach angekündigten Einsparziele denn wirklich konkret umgesetzt werden sollen.

Jerger: „Eine Gasheizung darf nicht zum Luxusgut werden, nur weil die deutschen Regierungen seit Jahren die Diversifizierung unserer Energielieferungen verschlafen und den parallelen Ausstieg aus Kohle und Atomkraft ohne ein richtiges Sicherheitsnetz forciert haben.“ Zwar sei bereits ein neues Entlastungspaket angekündigt worden, aber wie dieses aussehen solle, sei nicht ersichtlich. Eine mögliche temporäre Befreiung der Energielieferungen von der Mehrwertsteuer wäre aus Sicht des Mittelstandes ein erster Schritt, um das Vertrauen der Verbraucher wieder herzustellen. „Es braucht nicht noch höhere Gaspreise, um Anreize zum Energiesparen zu setzen. Es haben alle verstanden, worum es geht.“

 

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