Insolvenzwelle im Mittelstand?

„Viele Betriebe stehen mit dem Rücken zur Wand und wissen schon jetzt nicht mehr, wie sie die höheren Kosten bewältigen sollen“, betont Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW.

Insolvenz-Scrabble | Foto: Ratfink1973, Pixabay

„Eine Insolvenzwelle unter kleinen und mittleren Unternehmen ist ein Szenario, mit dem wir mittlerweile rechnen müssen“, macht der BVMW-Vorsitzende Markus Jerger die kritische Situation gegenüber dem Handelsblatt deutlich. In einer aktuellen Umfrage des Verbandes haben vier von zehn Unternehmen geantwortet, dass allein die explodierenden Energiepreise eine existenzielle Bedrohung darstellen. Jerger weiter: „Wenn man die Zahlen deutschlandweit hochrechnen würden, wären das bei 3,5 Millionen existierenden Unternehmen in Deutschland 1,4 Millionen bedrohte Unternehmen. Das zeigt, welches Ausmaß die aktuellen Krise hat."

Gehandelt werden müsse jetzt und sofort. „Es braucht einen Schutzschirm für kleine und mittlere Unternehmen, es braucht Hilfsprogramme für energieintensive Betriebe, es braucht einen Industriestromtarif oder besser gesagt einen Wirtschaftsstromtarif und es braucht eine Senkung der Stromsteuer auf die Mindestvorgabe der EU“, fordert Jerger. Auch die Gasbeschaffungsumlage sei in der jetzigen Lage Gift für die Unternehmen. „Dem Mittelstand, dem Rückgrat der deutschen Wirtschaft, droht dauerhafter und womöglich unwiderrufbarer Schaden durch die Energiepreisexplosion. Daher muss die Bundesregierung Entlastungen auf breiter Front sorgen.“

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