Geschäftskontakte in Tunesien verstärken und ausbauen

Den gegenseitigen Austausch fördern: Im Rahmen einer aktuellen Unternehmerreise nach Tunesien brachte der Bundesverband Der Mittelstand. BVMW jetzt deutsche und tunesische mittelständische Unternehmen aus der Automobilbranche zusammen.

Die Reise fand im Rahmen einer Kooperation mit der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und der Deutsch-Tunesischen Industrie- und Handelskammer (AHK) statt.

In den drei Tagen vor Ort konnten sich die deutschen KMU ein umfassendes Bild von den Potenzialen des tunesischen Automobilsektors verschaffen, ihr Netzwerk vor Ort aufbauen und sich über bestehende Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten informieren. Der Besuch zielte darauf ab, die Ansiedlung von Geschäftsaktivitäten in Tunesien zu erleichtern und somit langfristig aktiv an der Schaffung von Arbeitsplätzen vor Ort mitzuwirken. Gleichzeitig wurden tunesische KMU durch die Vermittlung von Kontakten bei B2B-Treffen mit deutschen Geschäftspartnern gestärkt.

Die tunesische Industrie- und Energieministerin, I.E. Neila Nouira Gongi, hieß den Mittelstandsverband in Tunesien herzlich willkommen: „Deutschland ist einer der wichtigsten Kooperationspartner Tunesiens und der Automobilsektor gehört zu den vielversprechendsten Wirtschaftszweigen unseres Landes, in dem derzeit schon viele deutsche Unternehmen erfolgreich aktiv sind. Wir ermutigen deutsche Mittelständler, die Potentiale des hiesigen Marktes zu nutzen und stehen unterstützend zur Seite“, so die Ministerin.

Andreas Jahn, Mitglied der Bundesgeschäftsleitung des BVMW und verantwortlich für die Bereiche Politik und  Außenwirtschaft, hob die gestiegene Bedeutung Tunesiens als Wirtschaftsstandort hervor: „Gerade im Hinblick auf die geopolitischen Verwerfungen, die nach der Ukrainekrise viele mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer getroffen haben, ist die Erschließung neuer Zielmärkte für den deutschen Mittelstand von zentraler Bedeutung. Tunesien bietet mit seinen gut ausgebildeten Fachkräften und seinen vergleichsweise moderaten Lohnstückkosten einen idealen Rahmen für deutsche Investitionen.“

Das Programm der Delegationsreise wurde auf die Anforderungen der teilnehmenden Unternehmerinnen und Unternehmer zugeschnitten: Neben Gesprächen mit der tunesischen Ministerin für Industrie, Bergbau und Energie, der tunesischen Investitionsförderungsagentur (FIPA) und der Tunisian Automotive Association (TAA), hatten die Teilnehmenden der Unternehmerreise auch Gelegenheit, Vertreter deutscher Institutionen – wie die Deutsch-Tunesische Industrie- und Handelskammer (AHK), die Deutsche Botschaft oder die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH – zu treffen.

Tunesien ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Standort für internationale Automobilzulieferer im Allgemeinen und deutsche Automobilzulieferer im Besonderen. Das relativ hohe Bildungsniveau und die geografische Nähe zu Europa sowie eine wettbewerbsfähige Kosten- und Gehaltsstruktur sind die Hauptvorteile, die Tunesien in dieser Hinsicht bietet.

In Tunesien werden hauptsächlich elektronische und mechanische KfZ-Komponenten gefertigt, aber auch der E-Mobilitätssektor gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Die Unternehmerreise fand im Rahmen einer Kooperation zwischen dem Bundesverband Der Mittelstand. BVMW und der Sonderinitiative „Ausbildung und Beschäftigung“, die unter der Marke Invest for Jobs firmiert, sowie dem Programm Business Scouts for Development im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) statt.

 

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


Jetzt Newsletter abonnieren!

Alle Newsletter