Einschätzung zur China-Reise des Bundeskanzlers

Vor der Reise von Bundeskanzler Olaf Scholz nach China macht der BVMW-Vorsitzende Markus Jerger deutlich, wie wichtig China als Handelspartner für mittelständische Unternehmen auf absehbare Zeit bleibt.

„Wir können vor einer Abwendung Deutschlands vom Welthandel nur warnen. Egal ob es jetzt gegenüber China oder einer anderen Region ist – wir brauchen die Rohstoffe und Vorprodukte aus dem Ausland genauso wie deren Absatzmärkte“, betonte Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW, gegenüber der Funke Mediengruppe anlässlich der China-Reise des Bundeskanzlers. „Gerade China bleibt auf absehbare Zeit einer der wichtigsten Handelspartner des exportorientierten deutschen Mittelstandes. Diese Stellung ohne eine passende Alternative von jetzt auf gleich zu riskieren, wäre töricht und in der jetzigen wirtschaftlichen Situation Deutschlands auch nicht förderlich.“

Jerger weiter: „Daher kann der Rat nur sein, jetzt kein chinesisches Porzellan zu zerschlagen.“ Dies betreffe somit auch eine Verschärfung des Außenhandelsrechts: Nicht alle chinesischen Investition in Deutschland seien sicherheitsrelevant, nicht jede Investition sei gefährlich. „Wie können wir uns unabhängiger und resilienter von einzelnen Märkten und Ländern machen – das sollten wir uns als globale Exportnation vielmehr überlegen“, so Jerger. „Dazu brauchen wir deutlich mehr Kooperationsabkommen und bilaterale Handelsabkommen mit Regionen, in denen die deutsche Wirtschaft noch nicht ausreichend etabliert ist und wo sich andere bereits Märkte, Rechte und Ressourcen sichern. Hier dürfen wir keine Zeit verlieren.“

 

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