Am Grundprinzip von Fördern und Fordern festhalten

Das für 2023 vorgesehene Bürgergeld stößt beim Mittelstand weiterhin auf Skepsis.

„Die Ampel-Koalition hat zwar richtig erkannt, dass eine Reform des Sozialstaates dringend geboten ist. Das Bürgergeld in der jetzt beschlossenen Form wird jedoch kaum erkennbare positive Impulse auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen“, betont Markus Jerger, Vorsitzender des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW. „In vielen kleinen und mittleren Unternehmen, die gerade besonders unter dem Arbeitskräftemangel leiden, gibt es nicht umsonst die Befürchtung, dass mit dem höheren Bürgergeld und gleichzeitig weniger Sanktionen der Anreiz verloren geht, eine Arbeit überhaupt noch aufzunehmen.“

Jerger weiter: „Immer mehr Betriebe klagen über fehlendes Personal und warnen vor der Gefahr, Aufträge nicht mehr annehmen zu können. Mit der weitgehenden Aufhebung des bewährten Prinzips des Förderns und Forderns wird den Betroffenen ein Bärendienst erwiesen. Das Lohnabstandsgebot wird gebrochen. Besser wäre es durch Aufstockung des Personals in der Bundesagentur für Arbeit diejenigen wirksamer zu unterstützen, die wieder eine Berufstätigkeit aufnehmen oder einen Schulabschluss nachholen wollen.“

„Dass der Qualifizierung und Weiterbildung von Arbeitssuchenden Vorrang zur Vermittlung eingeräumt worden sei, lasse einen Funken Hoffnung aufkommen. „Hier sehen wir einen wichtigen Stellhebel, um diese Personen langfristig fit für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu machen.“, so Jerger.

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(welt.de)

 

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