Im Gespräch mit dem Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung

Zum Abschluss des Jahres traf die Mittelstandsallianz den Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen) und nutzte die Möglichkeit, ihre Herausforderungen damit direkt an die Bundesregierung zu richten.

Mittelstandsallianz im Gespräch mit dem Mittelstandsbeauftragten der Bundesregierung

Mehr Mittelstand wagen: Zum Abschluss des Jahres konnte die Mittelstandsallianz des Bundesverbandes Der Mittelstand. BVMW jetzt den Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) und Beauftragten der Bundesregierung für den Mittelstand, Michael Kellner (Bündnis 90/Die Grünen), zu einem persönlichen Gespräch gewinnen. Die Mitgliedsverbände der Allianz nutzten die Möglichkeit, ihre branchenspezifischen Herausforderungen an Kellner und damit direkt an die Bundesregierung richten zu können.

„Die hohen bürokratischen Belastungen, Steuern und Gebühren und ganz aktuell die nicht beherrschbaren Energiepreise bereiten unseren Mitgliedern große Sorgen. Viele fühlen sich von der aktuellen Politik schlicht vergessen und alleingelassen“, betonte Markus Jerger, Vorsitzender des BVMW, gleich zu Beginn. Auch andere Bundesgeschäftsführer und Verbandspräsidenten gaben einen Überblick über die aktuelle Lage ihrer Mitglieder, der nichts Gutes für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes erahnen lässt. So wurden insbesondere die negativen Auswirkungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes, die begrenzten Freibeträge bei der Erbschaftssteuer mit Bezug zu Unternehmensnachfolgen, das Fehlen schneller Superabschreibungen und die zunehmende Gefahr von Unternehmensabwanderungen angesprochen.

Michael Kellner, zu dessen zentralen Aufgaben die Berücksichtigung der Belange kleinerer und mittlerer Unternehmen zählt, ging auf die aktuellen wirtschaftlichen Sorgen und Nöte ausführlich ein: „Wir haben den Mittelstand nicht vergessen, weshalb wir unterschiedliche Maßnahmen für die Bewältigung der Energiekrise zusammengestellt haben. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir das Niveau der Energiepreise von 2020 in Zukunft nicht mehr erreichen werden.“

Der Bundesvorsitzende des Verbands Deutscher Realschullehrer, Jürgen Böhm, betonte die drastischen Änderungen bei einem weiteren Aufweichen des dreigliedrigen Schulsystems: „Die Einheitsschule wird weiterhin von den Grünen favorisiert und würde zulasten des Bildungsstands in unserem Land gehen. Wir brauchen jedoch stattdessen eine Stärkung der Realschulen, die eine klare Perspektive auch für eine Fachausbildung schaffen und damit etwas gegen den Fachkräftemangel unternehmen.“

Zu den weiteren Themen sagte Michael Kellner: „Das Liefer­ketten­sorgfalts­pflichten­gesetz werden wir nicht aufhalten können, weshalb wir es für mittelständische Unternehmen so verträglich wie möglich gestalten wollen.“ Auch höhere Freibeträge bei der Erbschaftssteuer könne er sich gut vorstellen, allerdings müsse dies von den Bundesländern initiiert werden, da sie von dieser Steuer profitieren würden. Bei der Entbürokratisierung wäre eine Arbeitsgruppe mit dem Thema beschäftigt, sodass nun Schritt für Schritt überflüssige Verfahren abgekürzt werden sollen.

BVMW-Chef Markus Jerger und Jörn Freynick als Vertreter der Mittelstandsallianz verständigten sich mit Michael Kellner zudem auf einen regelmäßigeren Austausch, um die Herausforderung der derzeitigen Energie- und Preiskrise sowie der Transformation der deutschen Volkswirtschaft gerade mit Blick auf den Mittelstand erfolgreich zu meistern.

 

 

 

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