„Fachkraft“ oder Mensch?-Wo die Mitarbeitersuche den Unterschied macht

Unser neues Mitglied GS Company München, Andreas Nowag, sieht den leergefegten Bewerbermarkt als Herausforderung und Chance.

GS Company München, Andreas Nowag

Als sich Andreas Nowag nach 25 Jahren im Großkonzern selbständig machte, war ihm klar, dass er mit Menschen arbeiten wollte. Nach seinen Erfahrungen als Mitarbeiter und in Führungspositionen zog er aber auch die Bilanz, dass zu oft Lebensläufe, Zeugnisse, Zertifikate und Fachausbildungen als einziges Kriterium bei der Vorauswahl des “richtigen“ Kandidaten herangezogen wurden, wenn Stellen zu besetzen waren.

Unter der Marke GS Company startete er 2011 seine Personalvermittlung in München, um viele Dinge anders zu machen.

Heute gibt ihm der Erfolg Recht. Aber was macht den Unterschied?

Den wichtigsten Punkt kann Hr. Nowag sofort benennen:

„Stellenbeschreibungen interessieren mich nur an zweiter Stelle. Unternehmen haben Erwartungen an Ihren neuen Mitarbeiter, die weit über die Fachkompetenz hinausgehen. Deshalb will ich jedes Unternehmen persönlich kennenlernen, bevor ich einen Auftrag annehme. Im Gespräch mit dem Chef stellt sich oft heraus, dass er ganz bestimmte Vorstellungen hat, wer zu seinem Team passt. Und das ist für mich der wichtigste Anhaltspunkt. Denn nicht immer der Bewerber mit der besten fachlichen Eignung auf dem Papier ist auch wirklich der Richtige für das Unternehmen.“

Häufig benennen die Auftraggeber erst im Gespräch die „soft skills“, die wichtig für den langfristigen Erfolg im Team sind. Und nicht selten stellt sich heraus, dass die Vorstellungen eigentlich auch mit anderen Profilen erfüllt werden können.

Der Inhaber der Agentur setzt bewusst nicht auf Branchenspezialisierung.

Von der Fachkraft bis zur Führungskraft oder Geschäftsführer reicht das Spektrum, was auch seinem eigenen Unternehmen Vorteile bringt. Läuft es in einem Branchenbereich nicht so gut, kann er aus einem größeren Pool an Bewerbern für andere Bereiche schöpfen.

„Natürlich kann man keinen Automechaniker auf die Stelle des Chef-Arztes im Krankenhaus matchen“, sagt A. Nowag. „Aber es gibt durchaus Positionen in denen branchenübergreifende Kompetenzen gefragt sind. Wenn der Bewerber und das Unternehmen zueinander passen und die Erfahrungen stimmen, kann das fehlende Branchenwissen in relativ kurzer Zeit aufgebaut werden.“

Oft sieht der Personal-Unternehmer noch eine ganz andere Problematik bei KMU’s:

„HR-Abteilungen - und in kleineren Firmen der Chef selbst -  sehen sich als Verantwortliche für den kompletten Bewerber-Prozess. Aber wie viel Zeit wird damit vertan, Stellenanzeigen zu platzieren, Bewerbungen aufzunehmen, zu sortieren, Bewerbungsgespräche zu führen, die kein Ergebnis bringen usw. Zudem baut die aktuelle Rechtsprechung einige Fallen im Bereich Gleichstellung auf, über die gerade kleinere Unternehmen oft stolpern.“

Seiner Erfahrung nach sollte sich das Unternehmen darauf konzentrieren, bereits mit geeigneten Bewerbern zu sprechen. Deshalb bietet er an, die Suche nach den richtigen Menschen für das Unternehmen vollständig auszulagern. Das geht so weit, dass die Stellenanzeige direkt in die Homepage des Unternehmens eingebunden werden kann.

„Der Kunde übernimmt im Idealfall erst, wenn der potentiell richtige Mensch für die offene Stelle an seiner Tür klingelt.“ sagt Andreas Nowag.

Wir freuen uns Hr. Nowag, GS Company München, im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft in München als Mitglied begrüßen zu können.

Internet: www.gs-company.de

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