Mittelstandsallianz: SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im Gespräch

Man ist sich einig: die SPD war stets ein Garant für Stabilität in Deutschland und soll dies auch in Zukunft bleiben. In Bezug auf arbeitsmarktpolitische Themen gehen die Meinungen zwischen dem Mittelstand und der SPD auseinander.

Prof. Dr. h.c. Mario Ohoven betonte in seinem Eingangsstatement: „Wir sind für eine Volkspartei SPD! Die SPD muss wieder stärker werden und gerade angesichts der großen Herausforderungen mit für Stabilität in diesem Land sorgen.“ Gleichzeitig tue die SPD zu wenig dafür, wieder besser in der Wählergunst abzuschneiden. „Ist das Rentenpaket von Hubertus Heil Ihre Antwort auf den demografischen Wandel?“ Immer weniger junge Menschen müssten für immer mehr Rentner bezahlen. Lars Klingbeil antwortete, dass das Gefühl, nicht in Würde altern zu können immer mehr Menschen betreffe, und die Politik darauf Antworten finden müsse.

Der Mittelstandspräsident weiter: „Auf eine steuerliche Forschungs- und Entwicklungsförderung wartet der Mittelstand schon viele Legislaturperioden – alle wollen sie, nur keiner macht es! Deswegen meine Bitte, machen Sie gemeinsam mit Finanzminister Scholz den Weg dafür frei!“ Der SPD-Generalsekretär sicherte zu, er werde sich dafür einsetzen.

Zuletzt wurde das Thema Digitalisierung angesprochen. Als ehemaliger netzpolitischer Sprecher liegt Klingbeil das Thema besonders am Herzen. Mario Ohoven warnte: „Unsere Befürchtungen, dass die Datenschutz-Grundverordnung zu einer Entdigitalisierung der mittelständischen Wirtschaft führt, haben sich leider mehr als bestätigt.“ Fast 70 Prozent der vom BVMW befragten Mittelständler haben demnach ihre digitalen Aktivitäten eingeschränkt oder sogar ganz eingestellt.

Der SPD-Generalsekretär sagte, dass die Digitalisierung vor allem die Arbeitswelt massiv verändern werde. Man werde in Zukunft nicht mehr ein und denselben Beruf sein Leben lang ausüben, jeden Tag von 9 bis 17 Uhr. Die Frage sei hier: Wie kann man die wachsende Flexibilisierung für die Menschen nutzen? Hier sei die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft gefragt.

 

Marilyn Repp