Generationswechsel im Unternehmen, Risiken und Bewertungen

Mit dem aktuellen Thema „Generationswechsel im Unternehmen –Risiken und Bewertung“ fand am 9 Oktober 2018 eine stark besuchte Veranstaltung des BVMW Oberberg in Hückeswagen statt.

Am Beispiel eines 74 jährige Gartenbauunternehmers erläuterte René Feldgen von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Dornbach mit Hilfe eines 4 Phasenplans die Vorbereitung und Durchführung des Unternehmensverkaufs. Hierbei kamen die betriebswirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen, aber auch die „Wenn und Abers“ der Beteiligten zur Sprache.

Emotional geprägt war auch die Festlegung des Unternehmenswerts. Hier wies René Feldgen zum objektivierten Unternehmenswert hin, der u.a. auf Basis des Unternehmenskonzepts, den realistischen Marktchancen, -risiken und finanziellen Möglichkeiten ermittelt wird.  

 

Der Vortrag endete mit dem Appell, unabhängig vom Alter des Geschäftsführers oder Inhabers, einen Notfallkoffer „zu packen“, um bei Krankheit oder im Sterbensfall die Weiterführung des Unternehmens sicherzustellen.

Anhand eines, mit Berechnungen untermauerten Praxisfalls verdeutlichte anschließend Peter Schrade vom Institut für Mittelstandsförderung in seinem Vortrag „Pensionszusagen - Fluch oder Segen“-  betriebswirtschaftliche und steuerliche Risiken dieses Versorgungskonzepts, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden können.

Um diese Risiken zu minimieren zeigte Peter Schrade eine Vielzahl von Handlungsoptionen auf.

Ein Fazit an diesem Abend war, dass Pensionszusagen in regelmäßigen Abständen zu überprüfen sind, vor allem auch im Hinblick auf rechtliche und steuerliche Veränderungen und dass anstelle einer leistungsorientierten Zusage eine beitragsorientierte Zusage vorzuziehen wäre.