CO2-Ziele für Laster sind Stück aus dem Brüsseler Bürokratenstadel

Statt der Festlegung des erlaubten CO2-Ausstoßes ohne marktreife Alternativen sollte die Politik auf marktwirtschaftliche Preissignale setzen und alternative Antriebe durch den Aufbau einer entsprechenden Lade- und Tankinfrastruktur unterstützen.

Berlin – Zur heutigen Entscheidung des Europäischen Parlaments über die Senkung des CO2-Ausstoßes von Lastwagen erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven: 

„Die EU-Vorgaben über die Senkung des CO2-Ausstoßes von Lastwagen sind ein Stück aus dem Brüsseler Bürokratenstadel. Diese Ziele können nur durch Brennstoffzellen-LKW, Oberleitungs-LKW oder batterieelektrische LKW erreicht werden. Allerdings weiß heute noch niemand, welche alternativen Antriebe sich in welchem Maße durchsetzen werden. Derzeit stehen sie dem Markt nicht zur Verfügung.

Die dirigistische Festlegung des zukünftig erlaubten CO2-Ausstoßes ohne marktreife Alternativen zum Verbrennungsmotor ist nicht nur unsinnig, sie bedroht die wirtschaftliche Existenz vieler mittelständisch geprägter Branchen. Die Politik sollte vielmehr auf marktwirtschaftliche Preissignale setzen und die Markteinführung alternativer Antriebe durch den Aufbau einer entsprechenden Lade- und Tankinfrastruktur unterstützen. 

Ein erster dringend notwendiger Schritt in diese Richtung wäre in Deutschland eine spürbare Senkung der Stromsteuer. Mit 2,05 Cent pro Kilowattstunde ist die Stromsteuer bei uns 20 Mal höher als von der EU vorgegeben. Hier ist die Bundesregierung gefordert. Außerdem wäre die Politik glaubwürdiger, wenn sie mit gutem Beispiel voranginge und ihren LKW- und Bus-Fuhrpark modernisieren würde.“

 

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