Keine Nationale Industriestrategie ohne den Mittelstand

Die kleinen und mittleren Unternehmen sind der Motor der deutschen Wirtschaft, doch diesem Status wird das Papier von Bundesminister Peter Altmaier nicht gerecht.

Foto: Olaf Kosinsky / kosinsky.eu

Berlin – Zur heutigen Veröffentlichung der Nationalen Industriestrategie 2030 der Bundesregierung erklärt Mittelstandspräsident Mario Ohoven: 

„Die Nationale Industriestrategie 2030 von Bundesminister Altmaier hofiert Großkonzerne und vernachlässigt den Mittelstand. Dabei erwirtschaften die Klein- und Mittelbetriebe mehr als jeden zweiten Euro der Nettowertschöpfung und schaffen fast 60 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze. Weit über 90 Prozent der Patentanmeldungen kommen aus dem Mittelstand. Damit ist der Mittelstand der Motor der deutschen Wirtschaft, doch diesem Status wird das Papier nicht gerecht. Auf 22 Seiten findet sich lediglich einmal das Wort ‚Mittelstand‘. 

Bundesminister Altmaier sollte deshalb die Strategie dringend nachbessern und die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen stärken. Dafür muss dringend die steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung für den Mittelstand eingeführt werden, die es bereits in 31 von 36 OECD-Staaten gibt. Zudem braucht es endlich einen flächendeckenden Breitbandausbau. Nur ein innovativer und vernetzter Mittelstand kann flexibel auf Krisen reagieren und die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands sichern.“