Altmaier sagt auf BVMW-Empfang steuerliche Forschungsförderung zu

Festredner waren die Staatspräsidentin von Kroatien und der Staatspräsident von Albanien

Der Albanische Staatspräsident Ilir Meta, Mittelstandspräsident Mario Ohoven, die Kroatische Staatspräsidentin Kolinda Grabar-Kitarovic und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier - Foto: Christian Kruppa

Berlin – Überraschung beim Jahresempfang 2019 des BVMW: Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sagte einen Kabinettsbeschluss zur Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung zu. Wörtlich erklärte er: „Ich habe meinem Kollegen Olaf Scholz das Versprechen abgerungen, dass die steuerliche Forschungsförderung bis zur Sommerpause im Kabinett beschlossen und in den Bundestag eingebracht wird.“

Mittelstandspräsident Ohoven dankte Altmaier für die Zusage und wies darauf hin, dass der BVMW seit zehn Jahren für eine steuerliche Forschungsförderung gekämpft habe. Er hoffe, dass ab 1. Januar 2020 die mittelständischen Unternehmen davon profitieren werden.

An dem größten Empfang des Mittelstands in der Bundeshauptstadt nahmen am gestrigen Abend als Festredner die Staatspräsidentin von Kroatien, Kolinda Grabar-Kitarovic, und der Staatspräsident von Albanien, Ilir Meta, teil. Zu Gast waren mehr als 3.500 Unternehmer, Spitzenpolitiker, Parlamentarier, darunter 80 Abgeordnete, 60 Botschafter sowie weitere hochrangige Gäste.

Ohoven forderte angesichts des wirtschaftlichen Abschwungs von der Bundesregierung eine Agenda für Modernisierung und Wachstum. Entscheidend sei jetzt ein Umsteuern in der Haushaltspolitik. Während das Rentenpaket aus dem Vorjahr mit über 36 Milliarden Euro bis 2025 zu Buche schlage, seien zur Förderung der Künstlichen Intelligenz nur drei Milliarden verteilt auf mehrere Jahre vorgesehen. „Das ist ein Witz, und zwar einer auf Kosten der Wettbewerbs- und Zukunftsfähigkeit dieses Landes.“

 

Kommentare (3)

S.Fidelak

Ja der Herr Ohoven und der Herr Altmeier hatten tolle Beiträge...nun über den Rest kann man unterschiedlicher Meinung sein, uns hat vor allem die Inländische Wirtschaft und die Bedingungen interessiert,eine Türkisch Airline und die Ministerin von Kroatien kann uns da wenig helfen, oder ganz und gar Albanien,hier müssen wir auch Arbeitsplätze stärken, höhere Löhne zahlen können, die Unternehmer werden geschröpft von Finanzamt und Co... Leider gab es beim "Empfang" 4 Stunden weder Wasser, noch einen Begrüßungsgetränk, dann 3 Stunden Reden ohne Getränke. Die kleine Bar im Maritim war restlos überfordert mit 3000 oder auch nur 1000 Menschen, eher auf 30 ausgelegt. ...Der immer wunderbare Showakt wurde auch weg rationalisiert-also mein Resume´ war eher-"wir mussten sparen" und das zum Jahresauftakt. Intern wird jedoch gut gefeiert, da muss sicher niemand auf dem Trockenen sitzen 4 Stunden lang.Wer war denn nur für diese fürchterliche Organisation und Planung zuständig? Das könnt ihr mal verbessern, die großen Reden hören wir uns sonst gern an, aber es darf auch etwas mehr aus Deutschland sein.

Jan Lonitz

Die Reden von Mario Ohoven und auch die von Minister Altmeier haben den Punkt getroffen, der uns Unternehmer bewegt, keine Frage. Hr. Altmeier ist ein mitreißender Redner, der was von seinem Fach versteht, seine Aussagen kann man jederzeit unterschreiben. Auch Inhalt sowie Anspruch der Rede Mario Ohovens waren (wie immer) erstklassig und entspricht den Realitäten. Was mir persönlich nicht gefallen hat waren die Akquisereden aus Albanien, Kroation und der Türkei. Das letztere hatte wenigstens einen gewwissen Unterhaltungswert und ok, Sponsoring geht schon in Ordnung. Aber meine Begleiter und ich haben bei dieser wirtschaftlichen und politischen Situation mehr Bezug zu unseren Unternehmen und Problemen erwartet. Ist ja ganz nett, das Albanien und Kroation für sich wirbt aber letztendlich trifft das natürlich nicht unseren Nerv. Besonders schmerzlich vermisst haben wir auch den sonst im Anschluss stattfindenden Showteil! Sehr schade, das Türkish Airlines nicht noch ein paar Euro locker gemacht hat. Ebenfalls war die Getränkeversorgung beispielhaft schlecht (zumindest bis zum Buffet, das war wiederum klasse, wie immer). 3 bis 4 Stunden ohne ein Tröpfchern Wasser ist schon eine lange Zeit. Ich hoffe, die Organisatoren bzw Planer dieser für uns wichtigen Veranstaltung nehmen sich dieser Kritik an.

Michael Woltering

Vielen Dank für Ihre Kritik, die wir in ihren Vorschlägen und Ansätzen gerne aufnehmen und in Betracht ziehen, um in den kommenden Jahren unseren Jahresempfang noch erfolgreicher zu gestalten. - Michael Woltering, BVMW-Bundesgeschäftsleitung Ressort Marketing / Veranstaltungen

Eigenen Kommentar verfassen

* Pflichtfelder


Pflichtfeld

Pflichtfeld

Pflichtfeld

Pflichtfeld
Sie werden per E-Mail benachrichtigt, sobald Ihr Kommentar veröffentlicht ist.