Vom Finden und Binden von Fachkräften

Fachkräfte finden ist zumindest manchmal gar nicht so schwer – Artikelreihe vom Finden und Binden von Fachkräften.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich gedreht

Konnten die Arbeitgeber früher noch „aus dem Vollen schöpfen“, können sich mittlerweile die Fachkräfte die Rosinen unter den Unternehmen rauspicken.

Denn mittlerweile ist der Fachkräftemangel für die Unternehmen ein sehr reales Problem. Immer mehr Stellen in allen möglichen Bereichen bleiben unbesetzt. Deshalb stellen sich viele Unternehmer notwendigerweise die Frage: Wie kann ich beispielsweise schon bei Stellenausschreibungen aus der „grauen Masse“ herausstechen? Und: Was kann ich tun um meine Mitarbeiter zu halten? Oder:Wie sieht es mit Fachkräften aus dem Ausland aus?

P.S. Der Lesbarkeit geschuldet verwende ich in meinem Text die Bezeichnung „der Unternehmer“ beziehungsweise die männlichen Bezeichnungen, damit sind aber auch selbstverständlich Frauen gemeint.

 

Wie finde ich den richtigen Mitarbeiter für mein Unternehmen? Das große Mysterium Stellenanzeigen

Die erste Stellschraube an der ein Unternehmer beziehungsweise die Personalabteilung drehen kann, ist natürlich die Stellenanzeige, und da konkret, wo diese veröffentlicht werden soll. Darüber gibt es immer wieder heftige Diskussionen.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass die Printmedien – sprich die Zeitung oder spezielle Magazine, zwar immer wieder totgeredet werden, aber immer noch mehr oder minder munter weiterleben, und immer noch von vielen Menschen gelesen werden.

Außerdem besteht bei vielen Zeitungen die Möglichkeit, Stellenanzeigen auch online zu veröffentlichen. Eine weitere Option für Stellenanzeigen sind spezielle Magazine, die sich an Arbeits- beziehungsweise Ausbildungssuchende richten. Manche dieser Medien bieten sogar die Möglichkeit, einen sogenannten „Grundeintrag“ kostenlos zu veröffentlichen.

Auch bei der Formulierung der Stellenanzeige sollte die zuständige Abteilung oder der Unternehmer selbst die nötige Sorgfalt und Kreativität walten lassen. Natürlich muss  eine Anzeige, mit der beispielsweise ein Ingenieur gesucht wird, anders gestaltet werden, als eine Anzeige für einen Maschinenbediener.

Viele potentielle Bewerber – egal für welche Position - stören sich daran, wenn die Stellenanzeige schwammig formuliert ist und nichts über die Perspektiven aussagt.

Außerdem sollten Sie Ihre zu besetzenden Stellen beispielsweise auch beim Jobportal der Arbeitsagentur schalten. Der Zugang hierzu ist völlig kostenfrei. Auch die Homepage ist ein Tool das unbedingt genutzt werden sollte! Idealerweise präsentieren Sie dazu einen eigenen Menüpunkt „Karriere“ oder „Jobs“.

Für manche Positionen, die in Ihrem Hause zu besetzen sind, kann es sich auch empfehlen, bei der Formulierung kreativ zu werden – gerade im Facharbeiterbereich.

 

Wie finde ich die passende Fachkraft für mich? – Das Empfehlungsmarketing

Ein weiteres Riesenpotential um die richtige Fachkraft für Ihr Unternehmen zu finden, schlummert in ihren Mitarbeitern. Schauen Sie doch einfach mal, welcher von Ihren Angestellten am besten auf die zu besetzende Position passen würde. Wenn nötig können Sie Ihrem Mitarbeiter auch Weiterbildungsmaßnahmen anbieten.

Eine andere Möglichkeit ist das sogenannte Empfehlungsmarketing.

Wenn Sie eine freie Stelle zu besetzen haben, sollten Sie Ihre Mitarbeiter aktiv in den Anbietungsprozess mit einbinden. Teilen Sie beispielsweise Ihren Mitarbeitern mit, welche Position derzeit zu besetzen ist, und loben Sie eine „Kopfprämie“ aus. Das heißt konkret, dass der Mitarbeiter einen Bonus bekommt, wenn der Bekannte/Freund einen Arbeitsvertrag unterschreibt. In der Regel sollte es  bei einer solchen Aktion nicht lange dauern, bis sich erste Interessenten bei Ihnen melden. Zudem können Sie relativ sicher sein, dass die Person ins Team passen könnte. Fragen Sie den „Vermittler“ doch einfach nach seinen Erfahrungen mit der Person.


Lesen Sie hierzu auch Mitarbeiterempfehlung: Definition, Gründe, Tipps  und  Bewerber schätzen den Job auf Empfehlung

 

Wie finde ich einen Mitarbeiter? Bilden Sie aus!

Um es mal salopp auszudrücken: Ziehen Sie sich doch einfach ihr eigenes Fachpersonal heran. Bieten Sie in Ihrem Betrieb Ausbildungsstellen beziehungsweise Studienplätze an.

Das hat den Vorteil, dass der ehemalige Azubi, wenn er die Grundausbildung hinter sich hat, bereits bestens auf seinem Arbeitsplatz eingearbeitet ist. Außerdem kennen Sie Ihren Mitarbeiter und können ihn oder sie dementsprechend fördern.

Das wichtigste ist, dass Sie Ihrem Azubi eine Perspektive geben – auch nach der Ausbildung. Eigentlich möchte niemand in einer Firma lernen, wo schon von vorneherein klar ist, dass er nicht übernommen wird.

Vielleicht haben Sie aber auch Ausbildungsplätze ausgeschrieben und Sie finden einfach keinen passenden Bewerber.

Geben Sie doch auch einmal einem jungen Menschen eine Chance, der vielleicht auf den ersten Blick nicht ganz so gut geeignet erscheint und fördern Sie diesen entsprechend seinen Fähigkeiten. Bei den meisten Jugendlichen kann das durchaus gut funktionieren.

Eine weitere Möglichkeit, um jungen Menschen Appetit auf ihren künftigen Berufsweg zu machen, sind beispielsweise Ferienjobs. Diese haben den Vorteil, dass Ihr zukünftiger Azubi Ihr Unternehmen, die Kollegen und die Abläufe schon einigermaßen kennt.

Fazit:

Natürlich ist es in Zeiten der Vollbeschäftigung schwierig, Fachpersonal zu finden. Aber Sie als Unternehmer haben es in der Hand, sich aus der „grauen Masse“ herauszuheben und interessant für Ihre zukünftigen Mitarbeiter zu werden.

Autorin: Miriam Weitz