Wie steht der Mittelstand zu Nachhaltigkeit?

Nachhaltiges Wirtschaften wird in mittelständischen Betrieben großgeschrieben. Doch was bedeutet das genau?

Tendenz der Entwicklung in Deutschland

Nachhaltigkeit ist mittelständischen Unternehmen schon daher selbstverständlich, da sie langfristig denken und Unternehmer ihre Firmen oft weit über ihre persönliche Karriere hinaus planen. Wer in Generationen denkt, denkt notwendigerweise daran, dass für die Nachfolgenden noch etwas zu bewirtschaften sein muss – und das unabhängig von Verpflichtungen zur Dokumentation ihrer Anstrengungen dies zu tun. Daher sind Unternehmer schon ihrer Natur entsprechend daran interessiert an eben dieser keinen Raubbau zu betreiben und die Umwelt zu schonen. Wer freiwillig Buch führt kann für Transparenz sorgen, aber eine Verpflichtung sorgt für eine unverhältnismäßige zusätzliche Belastung für den Arbeitsalltag. Hinzu kommt, dass mitunter einiges an Expertise vorhanden sein muss, um einen Bericht dieser Art zu verfassen – etwas wofür gerade in kleineren Unternehmen die entsprechend ausgebildeten Mitarbeiter fehlen. Die fast unüberschaubare Zahl an Gesetzen und Verordnungen sorgt Jahr um Jahr für Bürokratiekosten in Milliardenhöhe. Diese zu verringern , ist uns ein zentrales Anliegen zur Förderung der gesamtdeutschen Wirtschaft.

Nachhaltigkeitsstrategien befeuern den Wettbewerb

Ohnehin ist die Zahl der Unternehmen, die eine eigene Nachhaltigkeitsstrategie ausarbeiten, im Wachsen begriffen. Ihre Verpflichtung gegenüber der Region, in der sie leben und arbeiten, ist zumeist mit dem bloßen Auge zu erkennen. Das zeugt von der gewichtigen Rolle, die das Thema für Unternehmer hat. Nicht zuletzt ist es aber auch förderlich, um sich im Wettbewerb ein entsprechendes Image zu erhalten, sodass Kunden, denen Nachhaltigkeit ebenso am Herzen liegt, sich nicht nach der Konkurrenz umsehen. Eine mit dem Unternehmen positiv assoziierte Kaufentscheidung, ist was jeder Unternehmer sich für seine Kunden wünscht. „Natürlich“, so schätzt Mittelstandspräsident Mario Ohoven die Situation ein, „sind weitere Anstrengungen für eine nachhaltige Wirtschaft möglich und wünschenswert.“

Vorteile mittelständischer Unternehmenskultur

Mittelständlern kommen, wenn es um Nachhaltigkeit geht, ihre flachen Entscheidungsstrukturen zugute, sodass sie flexibel auf Veränderungen am Markt reagieren können. Oft sind sie schon in ihrer grundsätzlichen Unternehmensstruktur auf weniger weite Transportwege angewiesen und durch den persönlichen Kontakt von Mensch zu Mensch, ob mit Mitarbeitern oder Kunden, ist mittelständischen Unternehmern ihr wohlmeinendes Tun auch abzunehmen, da es sich augenscheinlich nicht bloß um abstrakte Strategien handelt, sich ein grüneres Image zu verpassen.

Mit gutem Beispiel voran in die Zukunft

Innovationen und Erfindungen sorgen immer wieder für ökologischere Kreisläufe, die Ressourcen schonen. Plastikvermeidung kann beispielsweise durch die Verwendung von recyceltem Plastikmüll signifikant vorangetrieben werden – und damit ist der Umwelt in beträchtlichem Maße gedient.

Die Politik ist angehalten nicht tatenlos zuzuschauen, sondern dafür zu sorgen, dass der Rahmen so aufgestellt wird, dass nicht etwa Bemühungen auch noch getadelt werden. Wenn es teurer ist nachhaltig zu wirtschaften, inspiriert das nicht den Ehrgeiz, den es benötigt. Auch die öffentliche Beschaffung umzustellen, könnte mittelfristig eine Maßnahme sein, das Verhältnis von Angebot und Nachfrage verschieben und Signalwirkung haben. Sich seiner Verantwortung der Welt gegenüber gewahr zu werden, ist der erste Schritt für eine positive Entwicklung in Richtung einer Gesellschaft der Kreisläufe, die sich selbst erhalten.

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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