Facebook Pixel & Datenschutz

Facebook Pixel ist ein Analysetool, mit dem die Effektivität von Werbekampagnen gemessen werden kann. Mit Hilfe der Conversion-Rate können sie für Zielgruppen optimiert werden. Aus datenschutzrechtlicher Sicht gibt es allerdings einiges zu beachten.

Illustrationen: Anna-Friederike Charlotte Pöschel

Informierte Einwilligung erforderlich

Die Datenschutzkonferenz (DSK) führt in ihrer aktuellen Orientierungshilfe ein Beispiel zum Einsatz eines Trackingpixels eines Social-Media-Anbieters auf der Webseite eines Unternehmens an. Das beschriebene Beispiel ähnelt sehr dem Facebook Pixel. Im Ergebnis stellt die DSK fest, dass das berechtigte Interesse gemäß Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) als Rechtsgrundlage für den Einsatz des Facebook Pixels nicht ausreicht. Also ist eine datenschutzkonforme und informierte Einwilligung der betroffenen Personen erforderlich. Aktuell existieren keine Gerichtsurteile bezüglich des Einsatzes von Facebook Pixel, weshalb nur Positionierungen wie die der DSK oder Stellungnahmen von deutschen Datenschutzbehörden für die datenschutzrechtliche Beurteilung des Facebook Pixels berücksichtigt werden können.

Facebook Pixel einbinden auf Websites
Die bayerische Datenschutzbehörde hat in einer eigenen Stellungnahme erklärt, dass der Einsatz des Facebook Pixels mit erweitertem Abgleich einer informierten Einwilligung bedarf. Betont wird in diesem Zusammenhang auch, dass der Webseiten-Betreiber, der den Facebook Pixel auf seiner Webseite einbindet, im datenschutzrechtlichen Sinne auch Verantwortlicher ist. Begründet wird dies damit, dass der Webseiten-Betreiber auf diese Weise gezielt die weitere Datenverarbeitung durch Facebook herbeiführt. Im erweiterten Abgleich werden Kundendaten wie Vorname, Nachname oder auch die E-Mail-Adresse an Facebook übermittelt. Diese werden dann mit Tracking-Daten verknüpft, sodass Daten auch von Nutzern gesammelt werden können, die nicht bei Facebook registriert oder zumindest eingeloggt sind. Selbst Webseiten-Besucher, die bewusst die Speicherung von Third-Party-Cookies unterbunden haben, werden ebenfalls verfolgt. Diese erweiterte Funktion des Facebook Pixels darf nur eingesetzt werden, wenn vorab eine informierte Einwilligungserklärung der betroffenen Person eingeholt wurde.

Für die Einholung und das Management von datenschutzkonformen Einwilligungen in Tracker dieser Art können Webseitenbetreiber Cookie-Consent-Manager wie zum Beispiel hellotrust.de einsetzen.

Gut zu wissen

 

 

  • Facebook Pixel ist ein Analysetool für digitale Werbemaßnahmen

  • Nach DSGVO ist dafür die informierte Einwilligung erforderlich

  • Für dessen Einholung und Management gibt es entsprechende Tools

 

Mannus Weiß

Geschäftsführer Keyed GmbH

BVMW-Mitglied

www.keyed.de