Fachkräftemangel und sinkende Firmengründungen bekämpfen

Die deutsche Wirtschaft befindet sich aktuell im Abschwung, die Unternehmensgründungen sinken, und der Fachkräftemangel bleibt eine Herausforderung. Unser Statement zum Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung.

2019 war konjunkturell gesehen eine Zitterpartie, denn die deutsche Wirtschaft befindet sich aktuell in einem Abschwung, im Gleichklang mit der globalen konjunkturellen Entwicklung. Ein „weiter so“ wie bisher in der Wirtschaftspolitik darf es nicht mehr geben. Die nationale und die europäische Politik dürfen die Warnschüsse vor den Bug nicht länger ignorieren und müssen schleunigst positive Signale in Richtung Wirtschaft senden.

Genauso bedenklich wie der konjunkturelle Abschwung ist die seit Jahren sinkende Zahl der Unternehmensgründungen. Ende 2018 wurde in Deutschland ein neuer Tiefpunkt erreicht. Lediglich 547.000 neue Existenzgründungen wurden registriert, was einen Rückgang von 10.000 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Investitionen, sei es in eine Gründung oder einen bestehenden Betrieb, sind Voraussetzung und Notwendigkeit für eine sich entwickelnde Wirtschaft, und essentiell, um mit dem Zahn der Zeit zu gehen.

Eine weitere großen Herausforderung ist der Fachkräftemangel. Viele Unternehmen in Deutschland finden keine geeigneten Mitarbeiter – 91 Prozent laut unserer aktuellen Unternehmerumfrage. Dadurch ist die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen gefährdet. Die Investitionen des Staates in die universitäre Forschung und in Fachhochschulen nutzen der mittelständischen Wirtschaft bei dem Problem nur sehr eingeschränkt. Aus diesem Grund muss die Politik endlich handeln und die berufliche Ausbildung und Weiterbildungsmaßnahmen stärken.