Gesundheitstipps – Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus?

Es herrscht viel Unsicherheit über das Covid-19 Virus. Wie kann man sich schützen? Wie sollte man sich in der aktuellen Situation verhalten? Der BVMW hat für Sie die wichtigsten medizinischen Informationen zusammengetragen.

Grundsätzlich gilt zu beachten: es sind ähnliche Schutzmaßnahmen zu beachten, welche auch bei jeder Grippewelle gelten:

 

  • Regelmäßiges und gründliches Händewaschen für mindestens 20 Sekunden. Die richtige Technik und weitere Hinweise können hier nachgelesen werden.  
  • Beim Niesen und Husten gilt zu berücksichtigen: nur in die Armbeuge oder ein Taschentuch. Im Anschluss sofort die Hände waschen und/oder desinfizieren.
  • Fassen Sie sich nicht ins Gesicht.
  • Ein Mindestabstand zu anderen Menschen (egal ob erkrankt oder nicht) von 1,5 Metern ist einzuhalten.

 

Einige Bundesländer haben weitere Maßnahmen ergriffen, an welche man sich generell orientieren kann:  

 

  • Veranstaltungen über 50 Personen sind verboten (Bsp. Berlin)
  • Bars und Cafés sind geschlossen bzw. sollten gemieden werden. Ähnliches gilt für Restaurants, welche nur noch bedingt öffnen dürfen. (Bsp. Berlin)
  • Im Allgemeinen sollten jegliche Kontakte auf das Notwendigste reduziert werden und auf den Besuch von Veranstaltungen mit Menschenansammlungen verzichtet werden.

 

Weiterhin verhängt das Auswärtige Amt eine weltweite Reisewarnung. Öffentliche Verkehrsmittel sind (nach Möglichkeit) zu meiden und Heimarbeit sollte von den Arbeitgebern angeregt und unterstützt werden.

Eine Übersicht des Bundesministerium für Gesundheit zum Test auf das Coronavirus finden Sie hier.

Was ist bei einem Corona-Verdacht zu tun, welche Symptome gibt es? 

Personen, die persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der SARS-CoV-2 nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Verbindung setzen, einen Arzt kontaktieren oder die 116117 anrufen – und zu Hause bleiben. 

Einen Erhebungsbogen für Kontaktpersonen des Gesundheitsamtes finden Sie hier.

Wie wird das neue Virus übertragen? 

Das neue Coronavirus SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist über Tröpfchen. Die Übertragung kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut oder der Augenbindehaut in Kontakt kommen. Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Infizierten angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. 

Wie lange dauert es, bis die Erkrankung nach Ansteckung ausbricht? 

Derzeit wird davon ausgegangen, dass es nach einer Ansteckung bis zu 14 Tage dauern kann, bis Symptome auftreten. Im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit laut WHO fünf bis sechs Tage. 

Wer ist besonders gefährdet? 

Obwohl schwere Verläufe auch bei Personen ohne Vorerkrankung auftreten können, haben die folgenden Personengruppen ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe: 

 

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko für schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren) 

  • Raucher 

  • Personen mit bestimmten Vorerkrankungen des Herzens (z. B. koronare Herzerkrankung) und der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis)  

  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen) 

  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) 

  • Patienten mit einer Krebserkrankung 

  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem 

 

Wer entscheidet, ob ein SARS-CoV-2 Test durchgeführt wird? 

Wer getestet wird, entscheiden derzeit die Kliniken und Hausärzte selbst. Sie orientieren sich dabei an den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI). Symptome wie Fieber, Halsschmerzen und Atembeschwerden allein reichen demnach nicht aus. Die Person muss außerdem Kontakt zu einer infizierten Person gehabt oder sich in einer Region aufgehalten haben, in der das Virus flächendeckend nachgewiesen wurde. 

Zahlt die Krankenkasse den Test auf SARS-CoV-2? 

Seit dem 28. Februar 2020 übernehmen die Krankenkassen die Testung auf das Coronavirus in einem weiten Umfang. Voraussetzung hierfür ist die Entscheidung des Arztes, ob eine Patientin, ein Patient getestet werden soll oder nicht. 

Welche Länder / Regionen sind von Erkrankungen mit dem Coronavirus betroffen? 

Aktuelle Fallzahlen, betroffene Länder und Informationen zu internationalen Risikogebieten bzw. besonders betroffenen Gebieten in Deutschland finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts

Gibt es einen Impfstoff, der vor dem  Coronavirus schützt? 

Aktuell steht noch kein Impfstoff zur Verfügung. 

Was kann die Bevölkerung tun, um die Verbreitung des Virus einzudämmen? 

 

  • Informieren Sie sich auf den Internetseiten öffentlicher Stellen, die qualitätsgesicherte Informationen zum neuartigen Coronavirus anbieten. Dies sind beispielsweise die Seiten des Bundesgesundheitsministeriums und der Landesgesundheitsministerien, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und des Robert Koch-Instituts. 

  • Bleiben Sie (wenn möglich) zu Hause und verzichten Sie weitgehendst auf soziale Kontakte. 

  • Vermeiden Sie generellen Kontakt zu Mitmenschen und überfüllte Plätze.  

  • Verbreiten Sie keine zweifelhaften Social-Media-Informationen. 

  • Eine gute Händehygiene praktizieren und sich an die Husten- und Niesregeln halten. 

  • Verzichten Sie auf das Händeschütteln. 

  • Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen. 

 

Ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Allgemeinbevölkerung zum Schutz vor akuten Atemwegsinfektionen sinnvoll? 

Wenn eine an einer akuten Atemwegsinfektion erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss, kann das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (z.B. eines chirurgischen Mundschutzes) durch diese Person sinnvoll sein, um das Risiko einer Ansteckung anderer Personen durch Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen, zu verringern (Fremdschutz). 

Hingegen gibt es keine hinreichenden Belege dafür, dass das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes das Risiko einer Ansteckung für eine gesunde Person, die ihn trägt, verringert. Nach Angaben der WHO kann das Tragen einer Maske in Situationen, in denen dies nicht empfohlen ist, ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen. Das kann dazu führen, dass zentrale Hygienemaßnamen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden. 

 

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