Was die Kontaktverbote konkret bedeuten

Die Bundeskanzlerin sowie die Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder haben die bereits zuvor getroffenen Maßnahmen zur Reduktion von Sozialkontakten verschärft. Was das konkret bedeutet, lesen Sie hier.

 Die folgenden Maßnahmen wurden getroffen, sie gelten ab dem 23. März 2020:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die Kontakte zu anderen Menschen außerhalb der Angehörigen des eigenen Hausstands auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren.
  2. In der Öffentlichkeit ist, wo immer möglich, zu anderen als den unter I. genannten Personen ein Mindestabstand von mindestens 1,5 m einzuhalten.
  3. Der Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine, mit einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet.
  4. Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Einkäufe, Arztbesuche, Teilnahme an Sitzungen erforderlichen Terminen und Prüfungen, Hilfe für andere oder individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft sowie andere notwendige Tätigkeiten bleiben selbstverständlich weiter möglich.
  5. Gruppen feiernder Menschen auf öffentlichen Plätzen, in Wohnungen sowie privaten Einrichtungen sind angesichts der ernsten Lage in unserem Land inakzeptabel. Verstöße gegen die Kontakt-Beschränkungen sollen von den Ordnungsbehörden und der Polizei überwacht und bei Zuwiderhandlungen sanktioniert werden.
  6. Gastronomiebetriebe werden geschlossen. Davon ausgenommen ist die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause.
  7. Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.
  8. In allen Betrieben und insbesondere solchen mit Publikumsverkehr ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
  9. Diese Maßnahmen sollen eine Geltungsdauer von mindestens zwei Wochen haben.

 

Kontaktverbot wegen Corona: Striktere Maßnahmen in Bayern, Sachsen und im Saarland

 

  • In Bayern, Sachsen und dem Saarland gelten zusätzlich zum Kontaktverbot strikte Ausgangsbeschränkungen. In diesen Bundesländern ist das Verlassen des Hauses ist nur noch mit triftigen Gründen erlaubt.
  • Als triftige Gründe werden Arztbesuche, Einkäufe und Wege zur Arbeit genannt, sofern der Job von daheim nicht ausgeübt werden kann.
  • Wer bei Kontrollen durch die Ordnungsbehörden auf der Straße angetroffen wird, muss die Gründe benennen, warum er sich außer Haus aufhält
  • Zugleich dürfen etwa in Bayern - anders als in dem von Bundeskanzlerin Merkel verkündeten Kontaktverbot - generell keine zwei Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam in der Öffentlichkeit unterwegs sein.

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