Keine Vergemeinschaftung von Schulden!

Gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters kritisiert Mittelstandspräsident Mario Ohoven den Plan von Angela Merkel und Emmanuel Macron, 500 Milliarden Euro den von Corona stark betroffenen EU-Staaten zur Verfügung zu stellen.

Der Vorschlag Merkels und Macrons, ein europäisches Hilfspaket im Volumen von 500 Milliarden Euro zu schnüren, ist angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen Lage in Deutschland unverantwortlich. Geplant ist eine massive Schuldenaufnahme über den europäischen Haushalt, bei dem Krisenstaaten wie Italien und Spanien teilweise direkte und nicht rückzahlbare Zuschüsse erhalten sollen.

Für den deutschen Mittelstand ist eine Vergemeinschaftung der Schulden absolut inakzeptabel, gerade in Zeiten der Krise. Denn finanziert werden die Zuschüsse letztlich von deutschen, niederländischen, österreichischen und schwedischen Steuerzahlern, die perspektivisch ohnehin stark durch den Abbau der nationalen Schulden durch die Coronakrise belastet sein werden. Kurzum: Warum deutsche Steuerzahler für die im Durchschnitt wohlhabenderen italienischen Steuerzahler den Gürtel enger schnallen sollen, ist nicht einzusehen.

Die Lösung für eine zukunftsfähige Eurozone kann nicht in dem gemeinsamen Weg in die roten Zahlen liegen. Das geplante Hilfspaket gefährdet den Zusammenhalt der EU und die Bereitschaft der stabilitätsorientierten Länder, einen angemessenen Beitrag für den mittelfristigen Finanzplan der Jahre 2021 bis 2027 zu leisten.

 

Copyright: bohemama  von istockphoto.com

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