Beraterfonds reicht nicht aus

Eigentlich sollten kleine Unternehmen durch einen Betrag von bis zu 4.000 Euro für Unternehmensberatung unterstützt werden – anstatt mit finanzieller Hilfe müssen nun aber viele Unternehmen und Berater mit kostspieligen Folgen rechnen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hatte eine Förderung mit 100-prozentiger Erstattung für Corona-Beratung aufgelegt. Über 30.000 Anträge seien daraufhin eingegangen – zu viele, denn die Gelder in Höhe von 14,34 Millionen Euro reichten nur für 4.000 Anträge, so die BAFA. Das hätte zur Folge, dass nur die Anträge berücksichtigt würden, die frühzeitig eingegangen seien.

Mittelstandspräsident Mario Ohoven findet dazu klare Worte: „Ganz konkret kritisieren wir die absolut chaotische Planung: Wenn die Bundesregierung ein Programm für Mittelständler auflegt, dann muss sie wissen, dass es theoretisch 3,5 Millionen Antragsteller gibt - nämlich alle Klein- und Mittelbetriebe in Deutschland. Wenn dann das BAFA schon mit 27.000 Anträgen überfordert ist, zeugt das von einer geradezu grotesken Fehleinschätzung. Der zweite Kritikpunkt ist die fehlende Kommunikation: Nach 2 Wochen war klar, dass das Geld nicht reicht, trotzdem konnten bis zum 26. Mai weiter Anträge gestellt werden. Die mittelständischen Betriebe brauchen in der Coronakrise mehr denn je individuelle Beratung. Insofern ist die Grundidee des Programms, also die Förderung der Vermittlung unternehmerischen Know-hows durch qualifizierte und zertifizierte Unternehmensberater, richtig und wichtig. In vielen Fällen lässt sich eine Insolvenz und damit auch der Verlust von Arbeitsplätzen verhindern. Deshalb sagen wir ganz klar: Alle Anträge, die bis zum 26. Mai gestellt wurden, müssen genehmigt werden, auch aus Gründen der Gleichbehandlung. Jeder verstrichene Tag gefährdet die Existenz von zahlreichen Unternehmern und Beratern. Herr Altmaier hat bisher immer den Mittelstand unterstützt. Deshalb bin ich zuversichtlich, dass er sich auch in diesem Fall unseren berechtigten Forderungen nicht verschließen wird.“

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Copyright: Chalirmpoj Pimpisarn  von Istockphoto.com

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