Lockdown-Erfahrung eröffnet Freelancern und Projektarbeit neue Chancen

Unsere neue Normalität im Unternehmen wird das „Fahren auf Sicht sein“

Wir werden uns unabhängig der Lockerungsmaßnahmen mit den Fragen, „wie können wir unternehmerisch mit der Krise leben“, „wie gehen wir mit sinkenden Umsätzen um, die aufgrund der Hygienebestimmungen uns weniger Kunden bedienen bzw. betreuen lässt“ und „welche Nachfrage wird zukünftig von unseren Kunden überhaupt ausgehen?“ beschäftigen müssen. Die Unsicherheiten sind nach wie vor groß und die Nachrichten aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft überschlagen sich fast täglich. Eine Prognose ist derzeit ziemlich schwierig und daher fahren wir alle auf Sicht. Aber wir sehen auch: Nach einer kurzen „Schockstarre“ in fast allen Branchen- und Industriezweigen scheint die unternehmerische Aktivität in vielen Bereichen wieder Fahrt aufzunehmen. Viele Unternehmen sortieren sich und ihre Mitarbeiter, im Home Office oder mit klaren Abstandsregeln im Unternehmen. Neue Dienstleistungen und Produkte werden gelaunched und Initiativen gegründet, zum Beispiel um dem lokalen Handel oder den notleidenden lokalen Restaurants zu helfen. Und auch die Bundesregierung hat diverse Maßnahmenpakete verabschiedet, die mit hoher Geschwindigkeit umgesetzt wurden. Es gibt erste Lichtstrahlen am virusverdunkelten Horizont!

Die neue Arbeitswelt zu Corona-Zeiten

Und eines scheint heute bereits klar zu sein: Die Arbeitswelt wird für viele Unternehmen nach der Corona-Krise eine deutlich veränderte sein und zwar in gleich mehreren Dimensionen.

 

  • Der zugegebenermaßen erzwungene schnelle Eintritt vieler Unternehmer in die „Remote-Work“-Ära war in vielen Fällen gefolgt von der Erkenntnis, dass Mitarbeiter nicht unbedingt an einem Ort zusammenarbeiten müssen, um gute Arbeitsergebnisse zu erzielen. Im Gegenteil, es funktioniert und in vielen Fällen erzeugen die Teams in dieser für alle nicht einfachen Situation sehr gute Arbeitsergebnisse. „Remote Work“ wird für viele Unternehmen ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Zusammenarbeit sein!
  • Die neue Remote-Realität verändert Grenzen: Viele Unternehmen haben erkannt, dass man auch standortübergreifend zusammenarbeiten kann, ohne sich persönlich „vor Ort“ zu treffen. Durch die Reisebeschränkungen müssen sich Experten Städte- oder auch Länder-übergreifend über virtuelle Kanäle austauschen und formen so neue Teams. Und das funktioniert, auch wenn sich die Kollegen noch nie persönlich getroffen haben. Standortübergreifende, virtuelle Teams aus den besten Experten werden für viele Unternehmen ein wichtiger Teil der Erfolgsrezeptur der Zukunft!
  • Gleichzeitig zwingen der Rückgang des Wirtschaftswachstums und der Einbruch des Auftragsvolumens viele Unternehmen zu einer stärkeren Fokussierung auf die Kostenstruktur, gefolgt von der gezielten Analyse der größten Kostentreiber, auch im großen Block der Personalkosten. Ein Trend zur Flexibilisierung der Personalkosten, z.B. durch den verstärkten Einsatz von freien Experten, ist in vielen Unternehmen heute schon auszumachen.

 

Umdenken jetzt – wir alle brauchen Freelancer und mehr Projektarbeit

All diese Veränderungen und Erkenntnisse werden dazu führen, dass Unternehmen nach der Überwindung der Krise noch stärker als heute auf die Ressource Freiberufler setzen werden und das Engagement von Freelancern damit in der Zukunft eine noch größere, in einigen Fällen sogar strategische Bedeutung erlangen wird. Bereits heute ist es nicht unüblich, dass sich Unternehmen externe Fachkräfte für die Laufzeit eines Projekts ins Boot holen. Flexible Experten von außen werden zu einem wichtigen Erfolgsbaustein in der Unternehmensstrategie werden.

Für Arbeitgeber ist diese Beschäftigungsform attraktiv: Zum einen fördern Projektarbeiter durch den Blick von außen Innovationen, innerhalb des Unternehmen. Zum anderen können Firmen ihre personellen Ressourcen dadurch besser dem aktuellen Bedarf anpassen und sind sogar bereit, diese Flexibilität der Projektmitarbeiter mit überdurchschnittlichen Gehältern zu entlohnen. 

 

Wunsch nach Flexibilität und Herausforderungen

Den einen Job fürs Leben gibt es mittlerweile nicht mehr. Ein abwechslungsreiches Berufsleben mit verschiedenen Stationen wird bei Arbeitnehmern zunehmend beliebter. Viele wollen ihre vielseitigen Interessen und Kenntnisse bei der Arbeit einbringen können und keinen Routinetätigkeiten nachgehen. Flexible Beschäftigungsverhältnisse wie Projektarbeit erfüllen ihnen diesen Wunsch.

 

Was ist an der Projektarbeit so verlockend?

 

  • Permanente Weiterqualifizierung und Herausforderung:
    Jeder Job bietet einem die Möglichkeit, neue Fähigkeiten zu erlernen. Wir kennen das: zu Beginn eines neuen Jobs ist die Lernkurve besonders hoch – je länger wir in einem Unternehmen beschäftigt sind, umso geringer wird sie. Projektarbeiter erleben den Anstieg der Lernkurve regelmäßig. Mit jedem neuen Projekt, das sie wahrnehmen, lernen sie neue Soft- und Hard-Skills. Der Einsatz in Projekten erfordert von ihnen eine hohe Verantwortungsbereitschaft sowie ausgeprägte Handlungskompetenzen. Das fördert die persönliche Entwicklung und somit die Einsatzmöglichkeiten.
  • Zusätzliche Verdienstmöglichkeiten:
    Herr über den eigenen Verdienst zu sein, wirkt für viele mit der Option durch Projektarbeit verlockend. Soll die Urlaubskasse aufgefüllt werden? Steht eine größere Investition an? Ein zusätzliches Projekt stockt das Einkommen kurzerhand auf.
  • Möglichkeiten zur Orientierung:
    Was ist einem bei der Arbeit wichtig? Welche Aufgaben sagen einem am meisten zu? Das lässt sich nur herausfinden, wenn man verschiedene Arbeitgeber kennenlernen und unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen kann.
  • Ausgewogene Work-Life-Balance:
    Wer projektbezogen arbeitet, hat mehr Freiheit über das eigene Leben. Er kann sich die Zeit seiner Projekte selbst einteilen und so Arbeits- und Privatleben flexibler gestalten. Das führt zu einer ausgewogeneren Work-Life-Balance und damit zu mehr Zufriedenheit.

 

Wir brauchen daher ein Umdenken jetzt und sollten trotz aller Herausforderungen zügig handeln, Freelancer für Projekte zu engagieren. Denn aktuell sind viele Freiberufler stark von der Krise getroffen und haben mit existenzbedrohenden Auftragsausfällen zu kämpfen. Auch wenn die Projekte bei vielen Unternehmen gerade eher weniger als mehr geworden sind, gibt es verschiedene Optionen, Freelancer trotz allem zu unterstützen. Diese Unterstützung kann von einer reinen Kontaktpflege und einer Versicherung der Zusammenarbeit in der Zukunft, über das Vorziehen von einzelnen Projekten, bis hin zur Vorfinanzierung von Projekttagen bei bewährten und vertrauten Freiberuflern gehen.

Wir werden in der Zukunft wieder mehr externe Experten brauchen. Aber wir werden nur die Freelancer buchen können, die diese Krise auch überstehen. Fangen wir also jetzt damit an, sie zu unterstützen!

 

Christian Atzl

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