Best Practice: Wie die JF Group der Coronakrise trotzt

Die Coronakrise hat für kleine und mittlere Unternehmen immense Auswirkungen. DER Mittelstand stellt Vorreiter vor, die trotz der schwierigen Lage weitermachen und alternative Geschäftsmodelle für sich entdecken.

Die Jäger Fischer Unternehmensgruppe (JF Group) hat sich in den letzten 30 Jahren zu einem ganzheitlichen Anbieter für elektrotechnische Lösungen mit bisher 8 operativen Gesellschaften entwickelt. Das Unternehmen aus Heppenheim an der Bergstraße hat sich auf die Bereiche intelligenten Baustrom, Smart Building, LED-Beleuchtung sowie eMobility-Ladekonzepte spezialisiert. Insgesamt 350 Mitarbeiter sind mittlerweile an 12 in- und ausländischen Standorten beschäftigt. Im Jahr 2016 hat die JF Group die gut drauf-Elektrofabrik erbaut. Der Name der Fabrik spiegelt seither die Unternehmensphilosophie wider.

DER Mittelstand.: Was sind die Auswirkungen der Coronakrise auf Ihr Unternehmen?

Herr Jäger: Im März kam die JF Group durch die Corona-Pandemie unter Druck, da es vollkommen unklar war, welche Auswirkungen sie für die Unternehmensgruppe, Märkte und Kunden haben wird. Die größte Angst war zunächst, dass komplette Unternehmensbereiche von den Gesundheitsbehörden geschlossen werden würden. Weiterhin bestand ein großes Risiko darin, dass die Kernbereiche der Unternehmensgruppe einbrechen könnten, wenn beispielsweise Baustellen geschlossen werden oder ein Großteil der Kunden in Kurzarbeit geht.

Wie haben Sie sich an die Krise angepasst?

Im ersten Schritt wurden alle Bereiche, die dies zuließen, auf Homeoffice umgestellt. Für die unterschiedlichen Standorte wurden außerdem Pandemie-Notfallpläne ausgearbeitet, um die Leistungsfähigkeit sicherzustellen. In einem täglichen Austausch der Geschäftsführung wurde sich Tag für Tag mehr in das Thema Corona-Krise reingedacht, mit dem Ergebnis, dass wir uns im Sinne der Krise weiterentwickeln müssen.

Es wurde schnell klar, dass die Pandemie auch positive Auswirkungen haben kann: Zusammenhalt, viel Kommunikation, Diskussion, Druck in positive Energie umwandeln und die Idee neue Märkte erarbeiten zu wollen. Aufbauend auf dem Produkt einer medizinischen Steckdosenleiste, die das Tochterunternehmen Bodo Ehmann GmbH speziell für den Einsatz in der Intensivmedizin entwickelt hat, haben wir uns die Frage gestellt, welche Lösungen sonst noch einen wertvollen Beitrag zu Bewältigung der Coronakrise leisten können. Wir erkannten, dass Kontaktflächen wie Türklinken kritische Bereiche sind, über die das Virus weitergetragen werden kann. Schnell fanden wir für diesen Bereich eine Lösungsidee und erstellten erste Skizzen, das als fertiges Produkt finalisiert werden konnte. Mit dem Handfrei-Türöffner „Clean 4 Health“ ermöglichen wir das Öffnen und Schließen von Türen, ohne die Klinke mit der Hand berühren zu müssen. Der Türöffner ist einfach nachzurüsten und somit eine maßgeschneiderte Lösung für öffentliche Gebäude, Sanitärbereiche, Gastronomie, Hotellerie, Büros und viele mehr. Auf der Internetseite www.clean-4-health.com finden Interessenten alle Informationen zum Handfrei-Türöffner und weiteren Artikeln, die zu mehr Hygiene und nachhaltiger Infektionsprävention beitragen sollen.

Welche Tipps können Sie anderen Unternehmern in der Coronakrise geben?

Der Corona-Druck schafft Kreativität im Mittelstand oder anders gesagt - Großkonzerne legen teilweise Ihre Produktionen still und schicken die Menschen nach Hause. Zeitgleich krempeln viele Mittelständler die Ärmel hoch und kämpfen für die Arbeitsplatzsicherung und den Unternehmenserhalt. Das macht Deutschland stark und widerstandsfähiger gegenüber einiger anderer Länder und Regionen.

Mehr Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: https://www.jaeger-direkt.com/

 

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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