Kurzarbeit und Steuer – was Ihre Mitarbeiter wissen sollten

Während der Kurzarbeit gleicht der Staat das Gehalt aus – zunächst steuerfrei. Doch dies kann sich mit der Steuererklärung ändern. Die wichtigsten Informationen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer haben wir hier für Sie zusammengefasst.

Das Kurzarbeitergeld (KUG) ist grundsätzlich steuerfrei, unterliegt jedoch aufgrund des progressiven Steuersystems in Deutschland dem Progressionsvorbehalt. Für das KUG bedeutet dies konkret, dass das gesamte Einkommen inklusive Kurzarbeitergeld die Grundlage für den Steuersatz bildet. Besteuert wird jedoch nur das Einkommen ohne das KUG.

Das Kurzarbeitergeld erscheint am Ende des Jahres als Lohnersatzleistung auf der Lohnsteuerbescheinigung. Dies ist mit weiteren Lohnersatzleistungen in der Anlage N der Steuererklärung anzufügen. Dort ist eine Zeile explizit für Kurzarbeitergeld oder andere Zuschüsse, Zuschläge und Aufstockungsbeiträge ausgewiesen. Allerdings kann der Progressionsvorbehalt im Nachgang zu einer Steuernachzahlung führen.

Weisen Sie deshalb Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich in Kurzarbeit befinden frühzeitig darauf hin, dass

  1. Eine Steuererklärung bei Bezug von KUG abgeliefert werden muss
  2. Steuernachzahlungen möglich sind

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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