Corona-Überbrückungshilfe des Bundes startet

Ab sofort können Mittelständler und Selbstständige Überbrückungshilfen in Höhe von bis zu 150.000 Euro beim Bund beantragen. Die Hilfen sollen in Teilbeträgen in den Monaten Juli bis September ausgezahlt werden.

Kleine und mittelständische Unternehmen, die stark von der Coronakrise betroffen sind, können beim Bund weitere Liquiditätshilfen beantragen. Auf der Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de können sich u.a. Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer, die für die Unternehmen die Anträge einreichen müssen, auf der Seite registrieren. Nach erfolgter Registrierung können die Anträge ab sofort online gestellt werden. Die Auszahlungen an die Unternehmen können bereits im Juli erfolgen. Der Bund stellt dafür rund 25 Milliarden Euro bereit.

Wer kann wo einen Antrag stellen?

Antragsberechtigt sind Unternehmen und Organisationen aller Branchen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und ihr Umsatz in den Monaten April und Mai 2020 zusammengenommen um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 zurückgegangen ist. Auch Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb können einen Antrag stellen, wenn sie die Programmvoraussetzungen erfüllen. Gleiches gilt für gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen.

Die Überbrückungshilfe unterstützt Unternehmen, Soloselbständige und Angehörige der Freien Berufe, die Corona-bedingt in den Monaten Juni bis August erhebliche Umsatzausfälle erleiden.

Wie hoch ist die Überbrückungshilfe?


Die Überbrückungshilfe erstattet einen Anteil in Höhe von

 

  • 80% der Fixkosten bei mehr als 70% Umsatzrückgang,
  • 50% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 50% und 70%,
  • 40% der Fixkosten bei Umsatzrückgang zwischen 40% und unter 50%
    im Fördermonat im Vergleich zum Vorjahresmonat.

 

Die Liste der förderfähigen Fixkosten erfasst unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Personalaufwendungen für Personal, das nicht in Kurzarbeit geschickt werden kann, können in Höhe einer Pauschale von 10 % der Fixkosten geltend gemacht werden. Um den branchenspezifischen Besonderheiten der Reisebranche Rechnung zu tragen, können Reisebüros auch Provisionsausfälle bei Corona-bedingt stornierten Reisen geltend machen. Ein Unternehmerlohn wird nicht erstattet.

Die maximale Höhe der Überbrückungshilfe beträgt 50.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten beträgt der maximale Erstattungsbetrag 3.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate, bei Unternehmen bis zu zehn Beschäftigten 5.000 Euro pro Monat für maximal drei Monate. In begründeten Ausnahmefällen können die maximalen Erstattungsbeträge für Kleinunternehmen überschritten werden.

Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Copyright: SARINYAPINNGAM von www.istockphoto.com

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