Warum die Ausbildung im Mittelstand gefährdet ist

In Zeiten von Corona rechnet der Mittelstand mit einem Ausfall von studentischen Hilfskräften, weil diese bald nicht absolvierte Prüfungstermine nachholen müssen. Der Mittelstand warnt vor erheblichem Mehraufwand und Kosten.

Viele Studentinnen und Studenten konnten in der Coronakrise keine Prüfungen absolvieren. Universitäten planen deshalb, die Prüfungstermine über mehrere Wochen nachzuholen. Dies führt zu längerfristigem Ausfall der Studierenden in den Unternehmen. Zahlreiche mittelständische Unternehmen berichten von Masterstudierenden, die aktuell bis zu acht Wochen lang an Prüfungen teilnehmen sollen.

Mehr Aufwand und höhere Kosten

Mittelständler, die studentische Hilfskräfte einsetzen, müssen vor diesem Hintergrund mit erheblichem Mehraufwand und Kosten rechnen. Gleichzeitig sind diese Studierenden jedoch fest in Projekte und die Produktentwicklung der Unternehmen eingebunden. Auch dual Studierende, die durch die Planung der Hochschulen weniger Praxisphasen in den Betrieben haben, sorgen für erheblichen Verwaltungs- und Organisationsaufwand durch Personalausfall sowie Mehrkosten in den Betrieben.

Besonders kleine und mittlere Unternehmen setzen seit Jahren auf die tatkräftige Unterstützung der Studierenden, denn so wird der eigene Fachkräftenachwuchs durch gezielte Ausbildung gefördert. Der Mittelstand trage die Hauptlast der Ausbildung. Deshalb sei in der aktuellen Situation die Politik gefordert. Denn Mittelständler seien gerade in der Krise mit ihren geringeren Personalressourcen auf Planungssicherheit seitens der Universitäten angewiesen.
 

 

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