EEG Novelle – Frontalangriff auf den Mittelstand!

Die fortschreitende Absenkung der Mindestleistung für ausschreibepflichtige PV-Anlagen bedroht die Transformation hin zu erneuerbaren Energien.

Die Ausschreibungspflicht für Dachanlagen ab 500 kWp wird zwingend zu einem Einbruch in dem Segment von 500 kWp bis ca. 1 MWp führen und darf daher als Frontalangriff auf den Eigenverbrauch im Deutschen Mittelstand gewertet werden. Werden diese Anlagen nicht mehr gefördert, schwindet der Anreiz vieler Unternehmen, nachhaltige Energie für den Eigenbedarf herzustellen. Der Einstieg in die Ausschreibung ab 500kWp ist somit der Ausstieg aus dem Eigenverbrauch, da kleine und mittlere Anlagen im Vergleich zu Anlagen ab 1 MWp häufig geringe Chancen haben, eine Ausschreibung zu gewinnen. Hintergrund sind die Errichtungskosten, welche erst ab einem gewissen Volumen konkurrenzfähig werden. Anlagen bis 1 MWp eignen sich jedoch hervorragend für den Eigenbedarf im produzierenden Gewerbe, Industrie und Handel. Eine Änderung der EEG-Novelle ist daher dringend nötig, um die nachhaltige Entwicklung des Mittelstands in Deutschland nicht völlig abzuschreiben.

Der BVMW fordert eine Ausweitung der Grenze von aktuell 750 kWp auf 1 MWp sowie eine gesonderte Ausschreibung für Dachanlagen ab 1 bis 5 MWp. Dies schafft durch die Möglichkeit des Eigenverbrauchs einen differenzierten Markt für den Mittelstand. Es ist schlichtweg falsch, unternehmerische Bemühungen hin zur nachhaltigen Energiegewinnung durch diese Novelle zu bestrafen.

Ansprechpartner

Kilian Harbauer

Referent für Energie, Nachhaltigkeit, Mobilität und Logistik

kilian.harbauer@bvmw.de

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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