EEG-Novelle – Frontalangriff auf den Mittelstand!

Mittelstandspräsident Mario Ohoven über die erste Beratung des von der Bundesregierung eingebrachten Entwurfs zur Änderung des EEG.

Der zunehmende Zwang für Photovoltaik-Dachanlagen, an Ausschreibungen teilzunehmen, darf als Frontalangriff auf den Eigenverbrauch im Mittelstand gewertet werden. Der BVMW lehnt den Ausschreibungszwang für immer kleinere Anlagen deutlich ab. Dieser schmälert Attraktivität von Investition in erneuerbare Energien in besorgniserregendem Maße.

Da große Anlagen selbstverständlich kosteneffizienter hergestellt werden können, werden sie die Ausschreibungen gegen kleinere Anlagen immer gewinnen und begehrten Förderungen erhalten. Jedoch würden sich insbesondere Anlagen bis 1 MWp für den Eigen- und Direktverbrauch im produzierenden Gewerbe, Industrie und Handel perfekt eigen.

Die Grenze für die Ausschreibungspflicht sollte deshalb auf 1 MWp ausgeweitet werden, was laut EU-Recht möglich wäre. Um den selbst produzierten Strom vor Ort unkompliziert Nutzen zu können, muss Eigen- und Direktverbrauch gleichgesetzt werden. Dadurch könnten auch andere in lokaler Nähe von den Photovoltaik-Anlagen profitieren. Um kleineren Photovoltaik-Dachanlagen eine Chance auf Förderung einzuräumen, muss Dachanlagen von 1 bis 5 MWp eine gesonderte Ausschreibung ermöglicht werden. Dies schafft einen differenzierten Markt für Photovoltaikanlagen.

Es wäre schlichtweg falsch, unternehmerische Bemühungen, insbesondere von kleinen und mittelständischen Unternehmen, hin zur nachhaltigen Energiegewinnung durch diese Novelle zu bestrafen. Eine Änderung der EEG-Novelle ist daher dringend nötig, um die nachhaltige Entwicklung der Energieversorgung in Deutschland nicht völlig abzuschreiben.

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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