Was der BVMW in der Corona-Krise erreicht hat

Auch in der Corona-Krise lässt der BVMW seine Mitglieder nicht allein – lesen Sie hier, was der BVMW für die Mittelständler durchgesetzt hat.

Konkrete politische Erfolge zur Bekämpfung der Corona-Krise:

100- prozentige Haftungsübernahme bei den KfW-Schnellkrediten

Den Finanzierungspartnern (Banken und Sparkassen) wird im Rahmen der Refinanzierung eines entsprechenden Durchlaufkredits (Treundhandkredit) an den Endkreditnehmer eine Haftungsfreistellung von 100 Prozent gewährt. Der BVMW hat sich von Anfang an für die Erweiterung der Haftungsübernahme von 90 auf 100 Prozent durch die KfW  stark gemacht, um einen reibungsloseren Ablauf der Kreditgewährung zu garantieren und die Liquiditätssituation in den Unternehmen schnell zu verbessern.

Verlängerung des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 21 Monate

Per Beschluss vom 16. April 2020 wird die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes auf bis zu 21 Monate ausgedehnt. Der BVMW machte sich für eine solche Ausdehnung stark, da angesichts der Industrierezession bereits einige Unternehmen im Jahr 2019 Kurzarbeit angemeldet hatten. Dies gilt nun für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, deren Anspruch auf Kurzarbeit vor dem 31. Dezember 2019 entstanden ist, mit Gültigkeitsdauer bis zum 31. Dezember 2020. 

Zahlung von Boni in Höhe von bis zu 1.500 € steuer- und sozialabgabenfrei

Arbeitgeber aller Branchen können nun ihren Beschäftigten im Jahr 2020 einen Bonus in Höhe von bis zu 1.500 Euro ohne Abzug von Steuern und Sozialabgaben auszahlen. Somit kommt bei den Arbeitnehmern tatsächlich die volle Höhe des Betrags an (netto=brutto). Der BVMW hat sich gegenüber dem Bundesfinanzministerium dafür stark gemacht, diese Regelung für Beschäftigte aller Branchen gelten zu lassen, nicht nur für die drei ursprünglich vorgesehenen.

Im Konjunkturprogramm der Bundesregierung wurden viele Forderungen des BVMW umgesetzt

 

  • Die Mehrwertsteuer wurde von 19 auf 16 Prozent bzw. von 7 auf 5 Prozent gesenkt. Der BVMW fordert mittelfristig eine Entfristung der Senkung und langfristig einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz von 15 Prozent, nicht zuletzt um den bürokratischen Mehraufwand für den Mittelstand zu rechtfertigen.
  • Die EEG-Umlage 2021 wurde nicht erhöht. Der BVMW hatte eine Senkung der EEG-Umlage und eine Senkung der Stromsteuer auf das von der EU vorgegebene Mindestniveau vorgeschlagen, um international weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben.
  • Der steuerliche Verlustrücktrag wurde auf 5 bzw. 10 Millionen Euro ausgeweitet. Um den Mittelstand weiter zu entlasten, fordert der BVMW weiterhin eine Ausweitung des Verlustrücktrags auf 3 besser 5 Jahre. Der Staat gewährt dem Unternehmer im Rahmen des Verlustrücktrags eine steuerliche Entlastung, indem er die Regelung zur Nutzung von Verlusten ausweitet, um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abzuwehren.
  • Die degressive AfA (25 Prozent für 2020/2021) wurde wieder eingeführt. Dem Mittelstand bietet die degressive AfA eine steuerliche Entlastung durch mehr Liquidität durch höhere Betriebsausgaben. Der BVMW fordert eine unbefristete Wiedereinführung.
  • Das Optionsrecht für Personenunternehmen, sich wie Kapitalgesellschaften besteuern zu lassen, wurde ihnen von der Bundesregierung im Konjunkturpaket eingeräumt. Jedoch liegt unverändert keine Gesetzesinitiative vor. Der BVMW fordert daher, das Versprechen mit einer Gesetzesinitiative zügig umzusetzen.
  • Die Überbrückungshilfe für KMU wurde eingeführt und bis Ende 2020 verlängert. Konkret sollen ihre Umsatzrückgänge während der Corona-Krise durch finanzielle Unterstützung abgemildert werden. Die zweite Phase der Überbrückungshilfe II hat im September begonnen und beinhaltet die Fördermonate September bis Dezember 2020.

 

 

 

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