Neue Corona-Hilfe: Welche Regelungen gibt es?

Was für neue Hilfen gibt es für geschlossene Unternehmen im November? Lesen Sie hier die Antworten auf häufige Fragen.

Wie hoch ist der Zuschuss, den die betroffenen Unternehmen erhalten?

Die Zuschüsse pro Woche der Schließungen betragen 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019. Die Förderhöchstgrenze bildet der beihilferechtliche Rahmen (1. Million Euro nach De-Miniis-VO). Soloselbstständige können als Vergleichsumsatz alternativ den durchschnittlichen Monatsumsatz im Jahre 2019 zugrunde legen.

Wann erhält man nicht die vollen 75 Prozent?

Andere Leistungen für den Förderzeitraum wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

Muss die Corona-Finanzhilfe zurückgezahlt werden?

Es handelt sich um eine Kompensation für die Umsatzeinbußen, die den betroffenen Unternehmen durch den erneuten Lockdown entstehen. Also eine Entschädigung für entstandenen Schaden. Dieser Schadensersatz muss nicht zurückgezahlt werden.

Wie erfolgt die Berechnung der 75 Prozent Erstattung?

Unternehmen mit bis zu 50 Beschäftigten können eine einmalige Kostenpauschale in Höhe von bis zu 75 Prozent ihres Umsatzes von November 2019 erhalten. Die Höhe errechnet sich aus dem durchschnittlichen wöchentlichen Umsatz des Vorjahresmonats, gezahlt wird sie für jede angeordnete Lockdown-Woche. Soloselbständige haben das Wahlrecht, als Bezugsrahmen für den Umsatz auch den durchschnittlichen Vorjahresumsatz 2019 zugrunde zu legen.

Zusatz: Der KfW- Schnellkredit wird für Unternehmen bis 10 MitarbeiterInnen geöffnet und dadurch nutzbar gemacht

Wer ist antragsberechtigt?

 

  • Alle Unternehmen (auch öffentliche), Betriebe, Selbständige, Vereine und Einrichtungen, die auf der auf Grundlage des MPK-Beschlusses vom 28. Oktober 2020 erlassenen Schließungsverordnungen der Länder den Geschäftsbetrieb einstellen mussten (direkt betroffene Unternehmen), dazu zählen:
    • Institutionen und Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung zuzuordnen sind,
    • Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen,
    • Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe,
    • Wir empfehlen zusätzlich, falls vorhanden, regionale Verordnungen zu beachten.
  • Alle Unternehmen, die nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den o.g. Maßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen (indirekt betroffene Unternehmen).

 

Erhalten auch Gastronomen eine Entschädigung, die trotz Schließung im November einen Abhol- oder Lieferservice anbieten?

Laut dem Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) können auch Gastronomen die Corona-Finanzhilfe beantragen, die Speisen zum Mitnehmen verkaufen und damit also weiterhin eigenen, wenn auch geringeren Umsatz generieren.

Nach aktuellen Informationen sollen die Erlöse dann mit anderen staatlichen Hilfsgeldern zusammengerechnet werden. Die Lücke, die dann bis zu 75 Prozent des Vorjahresumsatzes bleibt, wird aus dem neuen Programm erstattet.

Wie steht es um Hotels, die aufgrund der ausfallenden Auftragslage schließen?

Hotels werden als direkt betroffene Unternehmen angesehen und haben damit Anspruch auf die 75 Prozent.

Wie ist die Regelung bei verbundenen Unternehmen?

Es besteht eine Antragsberechtigung, wenn mehr als 80 Prozent des verbundweiten Gesamtumsatzes auf direkt oder indirekt betroffene Verbundunternehmen entfällt. Erstattet werden 75 Prozent des Umsatzes der betroffenen Verbundunternehmen.

Was ist, wenn es das Unternehmen im November 2019 noch nicht gab?

Bei jungen Unternehmen, die nach November 2019 gegründet wurden, gelten die Umsätze von Oktober 2020 als Maßstab.

Wie erfolgt die Antragsstellung und Auszahlung?

Es erfolgt eine Elektronische Antragstellung durch Steuerberater und Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Überbrückungshilfe-Plattform.

 

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