Digitales Gespräch der Mittelstandsallianz mit StS Prof. Kastrop, BMJV

Vertreterinnen und Vertreter der Mittelstandsallianz diskutierten in einer Videokonferenz mit dem Staatssekretär Prof. Dr. Christian Kastrop über verschiedene Aspekte der Digitalisierung im Kontext des Verbraucherschutzes.

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger eröffnete das digitale Meeting. In seinen einleitenden Worten sprach er davon, wie unglaublich wichtig es insbesondere in so schwierigen Zeiten sei, als Politik und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Dazu, so Jerger, benötige es die richtigen Rahmenbedingungen für mittelständische Unternehmen im Verbraucherschutz, die leider gegenüber großen Konzernen allzu oft vergessen würden.

Staatssekretär Prof. Dr. Kastrop betonte daraufhin, dass Verbraucherschutz und Wirtschaftspolitik kein Gegensatz seien, im Gegenteil, sie würden sich ergänzen. Schon in seinem Eingangsstatement machte Professor Kastrop deutlich, dass ihm die Themen des Mittelstandes sehr am Herzen liegen und er gerne bereit sei, Probleme im Nachgang bilateral zu besprechen, um sich diesen anzunehmen.

Den Einstieg in die Diskussionsrunde machte Katharina Rieke, Bereichsleiterin Politik des BVDW. Ihr und den Unternehmen, welche sie vertritt, machten insbesondere die schon viel zu lange anhaltenden Verhandlungen der ePrivacy-Verordnung auf europäischer Ebene große Sorgen. Außerdem sprach Frau Rieke an, dass gewisse Bereiche innerhalb der Branche im Einwilligungsmanagement auf Probleme stießen. Der Staatssekretär bestätigte das Problem auf europäischer Ebene und betonte, Deutschland nehme in der europäischen Struktur mit seinen starken kleinen und mittleren Unternehmen eine Sonderrolle ein. Daher sei es umso wichtiger, sich als Land besonders für diese in den Konsultationen der Europäischen Union einzusetzen.

Eva Mattes, Referentin für Digitales beim BVMW, wies darauf hin, dass bei Mittelständlern im Bereich geltender Datenschutzgesetze nach wie vor große Rechtsunsicherheiten bestünden.

Heidemarie Hille, Vizepräsidentin des KKC, monierte, dass der ländliche Raum häufig in der Digitalisierung hinterherhinke und soziale Ungleichheiten bei der Medienkompetenz bestünden und sich im digitalen Raum manifestierten. Hierfür werde dringend digitale Aufklärung im Rahmen eines eigenen Bundesamts benötigt.

Markus Jerger schloss die Diskussionsrunde und bedankte sich für den Austausch. Beide Seiten vereinbarten, den Dialog im Sinne des Mittelstands fortzuführen und sich zu Beginn des kommenden Jahres wiederum in dieser Runde auszutauschen.

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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