Impulse für Erfolg im afrikanischen Markt

Deutsche Mittelständler betreiben erfolgreich Geschäfte in Afrika, trotz wachsender Konkurrenz auf dem Kontinent durch Wettbewerber. Die Herausforderungen und Risiken des Afrikageschäfts sind bei guter Vorbereitung inzwischen überwindbar.

Mit der African Continental Free Trade Area, der größten Freihandelszone der Welt, und einer erwarteten Verdoppelung
der Produktionsleistung bis 2025 ist Afrika einer der am schnellsten wachsenden Märkte der nächsten Jahre. Dem deutschen
Mittelstand stehen trotz der Coronakrise zahlreiche Investitionsmöglichkeiten zur Verfügung. An vielversprechenden Branchen
mangelt es auch in Krisenzeiten nicht: Gesundheit, Telekommunikation, Finanzdienstleistungen, Internet und soziale Netzwerke, Ausbildung, aber auch traditionellere Branchen wie die Lebensmittelverarbeitung.

Der Kontinent besteht jedoch aus 54 Ländern mit völlig unterschiedlichen lokalen Gegebenheiten und Hürden. Der Einstieg erfordert neben viel Vorbereitung die Fähigkeit, sich auf regionale Besonderheiten einzustellen, die Anpassung an lokale Bedürfnisse und vor allem die Fähigkeit, die richtigen Fragen zu beantworten, zum Beispiel: Ist das Land, in dem ich investieren möchte, politisch stabil? Entspricht mein Produkt den Bedürfnissen des Zielmarktes?


Etablierung einer Investitionsstrategie


Um die örtlichen Besonderheiten zu erfassen, ist es sinnvoll, mit lokalen Unternehmen, Partnern und internationalen Organisationen und Verbänden zusammenzuarbeiten. Dies erleichtert den Zugang zu Netzwerken mit professionellen Kontakten, Vertriebsnetzen und Personalressourcen erheblich. Wichtig ist es auch, sich mit den kulturellen Besonderheiten vertraut zu machen, da es in afrikanischen Gesellschaften ein enges Beziehungsnetz gibt. Eine weitere Voraussetzung für eine nachhaltige Präsenz in den afrikanischen Märkten ist die Einbindung in nationale und regionale Entwicklungsprozesse.
Darüber hinaus ist der Zugang zu Finanzmitteln eines der größten Probleme afrikanischer KMU. Auf all diese Herausforderungen sollte man gut vorbereitet sein, wenn man sich erfolgreich etablieren will.

Ein Erfolgsbeispiel


Das deutsche Familienunternehmen Hansen Korbwaren GmbH (BVMW-Mitglied) hat sich entschlossen, in den afrikanischen Markt einzutreten. Das Unternehmen hat jahrzehntelange Erfahrung im Aufbau von Flechtbetrieben. Der Markt ist vielversprechend, denn der Bedarf an Flechtwaren ist nach wie vor groß. Die Firma Hansen hat unter anderem in Togo und im Senegal Weidenorte angelegt und arbeitet mit lokalen Genossenschaften in den jeweiligen Dörfern zusammen.
Mit den Projekten in Afrika bietet das Unternehmen das Komplettpaket: Ausbildung, Marketing und Design. Um den Dorfbewohnern die Herstellung von exportfähigen Waren zu ermöglichen, hat Hansen
ein Ausbildungssystem für die Länder in Afrika nach seinem eigenen Flechthandwerk im nordrhein-westfälischen Geilenkirchen entwickelt. Die Firma Hansen schafft in Afrika mit fairer Entlohnung Arbeitsplätze, die außerhalb des landwirtschaftlichen
Sektors rar sind.

 

Gut zu wissen

 

  • Durch ein gebündeltes Beratungs- und Begleitungsangebot unterstützt die Mittelstandsallianz Afrika (MAA) deutsche Unternehmen, die auf dem afrikanischen Kontinent wirtschaftlich aktiv werden wollen
  • Um potenzielle Märkte auf dem afrikanischen Kontinent zu identifizieren, bietet die MAA individuelle, maßgeschneiderte Dienstleistungen an
  • Weitere Infos unter www.maa-bvmw.de

 

Mor Diop
BVMW Referent Außenwirtschaft
mor.diop@bvmw.de

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


Jetzt Newsletter abonnieren!

Alle Newsletter