AstraZeneca-Impfstoff „Arbeitspferd der Impfung“

Essener Klinikchef: Serum „sicherer und besser als Grippe-Impfung“ / Hotline für Corona-Selbsttester gefordert / Inzidenzwert bundesweit gesunken

Als „Arbeitspferd der Impfung“ wertet der Chef der Uniklinik Essen, Jochen Werner, den zuletzt in die Kritik geratenen Impfstoff von AstraZeneca. Mit ihm könne auch in Arztpraxen geimpft werden, er sei günstiger sowie „sicherer und besser als der normale Grippe-Impfstoff“, sagt Werner bei „19 – die DUB Chefvisite“. Berichte über Reaktionen auf das Serum nach der ersten Impfung nannte der Mediziner normal. Diese seien „sogar gewünscht“. Denn sie zeigten, dass das Immunsystem angeregt werde. Der Einsatz des Impfstoffes vom britisch-schwedischen Hersteller sei daher „richtig“, Zweifel an der Wirksamkeit unangebracht: Das Präparat sei „absolut in der Lage“, Schutz gegen die in Deutschland hauptsächlich verbreiteten Varianten des Sars-CoV-2-Virus zu bieten, so Werner.

Der Klinikchef spricht sich dafür aus, möglichst viele Menschen auf das Coronavirus zu testen: „Jede identifizierte Infizierung ist gut“, so Werner in der Sendung. Das gelte auch für Selbsttests von Laien, die bereits im März zugelassen werden könnten. Diese seien „aussagekräftig – genau für den Moment, nicht für morgen oder übermorgen“ – könnten aber einige Sicherheit bieten. Werner forderte die Einrichtung einer Telefon-Hotline für positiv getestete. So sollten Daten für eventuell überlastete Gesundheitsämter gesammelt werden. Die Betroffenen „dürfen nicht allein gelassen werden“, betonte er.

Laut RKI haben sich in der letzten sieben Tagen bundesweit 57 Menschen je 100.000 Einwohner neu mit dem Coronavirus angesteckt. Diese Sieben-Tages-Inzidenz ist damit gegenüber dem Vortag leicht gesunken und liegt um 22 Infektionen über dem neuen Zielwert von 35. Insgesamt berichtete das RKI von 7556 Neuinfektionen, 516 weniger als am Mittwoch der Vorwoche. Mit 560 weiteren Toten ist nun die Marke von 66.000 an oder mit Covid-19 Verstorbenen überschritten.

 

Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Talk-Gast am Donnerstag, den 18. Februar: Datev-Chef Dr. Robert Mayr. Alle Sendungen sind jederzeit abrufbar in der Mediathek auf DUB-magazin.de!

YouTube-Link der heutigen Sendung: https://youtu.be/njw15nEQzU0

Embed-Code für 18.02. für den Livestream: https://youtu.be/jVjgAcGADfQ

 

 

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