Kraftvoll in die Zukunft - Jahresimpuls Mittelstand 2021

Der Mittelstand.BVMW lud im März zum digitalen Jahresimpuls 2021. Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Branchen und Regionen waren der Einladung gefolgt.

Mit mehr als 63.000 zugeschalteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat das neue Format vom Start weg Maßstäbe gesetzt. Der Jahresimpuls startete mit einer Gedenkminute für Mario Ohoven. Der langjährige Präsident des BVMW ist im Oktober 2020 verstorben. Er stand mehr als 20 Jahre an der Spitze des Verbands und hat sich stets für die Interessen des Mittelstands eingesetzt. Die Redner des Abends, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, würdigten die Verdienste Ohovens.

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger forderte in seinem Eröffnungsstatement von der Bundesregierung einen verbindlichen Fahrplan mit klaren „Wenn … dann“ – und „Sowohl … als auch“-Regeln in der Coronakrise. „Es geht um die Zukunft unserer Wirtschaft, um die Existenzen von Unternehmerinnen und Unternehmern mit Hunderttausenden von Beschäftigten. Frau Merkel muss jetzt einen konkreten, mit Zieldaten versehenen LockOff-Fahrplan vorlegen.“ Unternehmen bräuchten nun dringend Planungssicherheit und langfristige Aussichten.

„Wir brauchen eine klare Perspektive“, so auch Peter Altmaier. Der Bundeswirtschaftsminister stellte sein Konzept für eine Öffnungsstrategie vor. Man dürfe nicht mehr nur auf die Inzidenzen schauen, sondern müsse die Umstände vor Ort betrachten. Flankierende Maßnahmen wie Schnell- und Selbsttests seien ebenfalls wichtig.

Auch Christian Lindner, Bundesvorsitzender der Freien Demokraten und Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, plädierte für eine konkrete Öffnungsstrategie. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Lockdowns dürften nicht in Vergessenheit geraten. Außerdem müssten die finanziellen Hilfen jetzt schnell und unbürokratisch fließen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich dagegen noch zurückhaltend bei den Öffnungen. Zwar gebe es Fortschritte beim Impfen. Aber: „Wir würden es uns allen nicht verzeihen, aber Sie auch Ihrer Regierung nicht, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden.“ Bundesarbeitsminister Hubertus Heil betonte, dass man die drei „i“ im Blick behalten müsse: Infektionsgeschehen, internationale Lage und Impfgeschehen.

Als Partner der Bildungsallianz des BVMW forderte Jürgen Böhm, Bundesvorsitzender des Verbands Deutscher Realschullehrer, ein sofortiges Impfangebot für die Pädagogen in allen Bundesländern. Zudem müsse eine klare und umfassende Teststrategie für alle Schulen entwickelt werden. „Wir wollen die erreichten Erfolge schließlich nicht in einer dritten Welle ertränken.“

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hob die Einzigartigkeit des deutschen Mittelstands hervor: „Teil des Mittelstands zu sein, hat in Deutschland eine besondere Qualität.

Dabei geht es um viel mehr als die Unternehmensgröße. Es geht um die Unternehmensphilosophie und um den Geist, in dem das Unternehmen geführt wird.“ Der Mittelstand habe geholfen, Deutschland durch schwere Krisen zu führen.

Am Ende der Veranstaltung hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, Fragen an Mitglieder des Politischen Beirats des BVMW zu stellen. Dr. Hans-Peter Friedrich, Vizepräsident des Deutschen Bundestages, Brigitte Zypries, Bundesministerin a. D., und Dr. Gregor Gysi, Präsident der Europäischen Linken, diskutierten mit den Unternehmerinnen und Unternehmern.

Der erste digitale Jahresimpuls unseres Verbandes hat gezeigt: Auch und gerade in schwierigen Zeiten stehen wir unseren Mitgliedsunternehmen zur Seite und machen uns in der Politik stark für den Mittelstand! Haben Sie die den Termin verpasst? Hier geht es zum Mitschnitt der Veranstaltung: bvmw.info/twitter_Jahresimpuls_2021

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


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