Arbeitswelt im Wandel

Personaleinsatzplanung und Zeiterfassung sind Aspekte, die während der Corona-Pandemie eine entscheidende Rolle spielen. Geschäftsführer Matthijs van den Ende von der Dyflexis GmbH spricht im Interview über den Wandel der Arbeitswelt in schwierig...

Matthijs van den Ende, Geschäftsführer der Dyflexis GmbH. Das Unternehmen ist Mitglied im NRW-Landeswirtschaftssenat des BVMW.

Das Düsseldorfer Unternehmen entwickelt Planungssoftware für alle Branchen.

DER Mittelstand.: Herr van den Ende, wie blicken Sie auf das Jahr 2020 zurück?

Matthijs van den Ende: Für uns war 2020 alles andere als normal. Das Unternehmen hat sich von seiner stärksten Seite präsentiert. Führung zeigen, schnell schalten, die Fäden kurzhalten, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit demonstrieren. Dies alles war im letzten Jahr von größter Bedeutung. Unser Team arbeitet größtenteils von zu Hause aus, bei uns sind Online-Schulungen und Webinare Standard.

Corona hat der Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt. Wie wirkt sich die Pandemie auf die Personalplanung im Mittelstand aus?
Die Krise hat einen großen Bedarf an lösungsorientierten Workforce-Management-Systemen geschaffen, die auf die schnellen Veränderungen reagieren, die diese Pandemie mit sich gebracht hat. Unternehmen suchen nach einer Möglichkeit, temporäre und nicht geplante Ereignisse schnell zu managen.

Worauf muss sich der Mittelstand mit Blick auf Kostendruck und Fachkräftemangel branchenübergreifend einstellen?
Während einer solchen Krise muss man als Unternehmen in der Lage sein, antizipativ zu handeln. Entscheidend ist dann ein System, das die sich ändernden Rahmenbedingungen einbezieht. Wir streben eine Unternehmenskultur an, in der Manager sich auf das Kerngeschäft konzentrieren können, indem sie sich dezentraler aufstellen, Systemberechtigungen in Betriebsabläufen erteilen und effizient steuern. So beziehen sie das gesamte Unternehmen in die Umsetzung ihrer Ziele ein. Mit der passenden Software wissen sie sofort, wer verfügbar oder indisponibel und wer für was zertifiziert ist.

Wo sehen Sie Einsparpotenzial bei der Personalplanung durch Investitionen in digitale Technologie?
Wir müssen schnell lernen und digitale Tools in den Betriebsablauf integrieren. Nur um einige Beispiele zu nennen, an denen wir arbeiten: Übersichtliche Dashboards und Reports zeigen den Umsatz, die Personalkosten, die Personalaufwandsquote oder auch die Produktivität quasi in Echtzeit an. Das alles integriert sich mithilfe einer App in die individuellen Arbeitsabläufe.

Mit welchem Ansatz unterstützt Dyflexis Mittelständler bei der Digitalisierung im Personalmanagement?
Insgesamt hat Corona den Bedarf an dezentralen und digitalen Managementtools massiv gesteigert und wir rechnen damit, dass sich der Trend auch nach der Krise fortsetzt. Wir nehmen diesen Faden auf und bieten eine Web/App-basierte Lösung für Planung und Zeiterfassung im mittelständischen Betrieb. Generell gehe ich davon aus, dass der deutsche Mittelstand die Digitalisierungslücke schnell und pragmatisch schließen wird. Auf diesem Feld entscheidet sich die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Deutschland.
 

Das Interview führte Thomas Kolbe, BVMW Pressesprecher Nordrhein-Westfalen.

 


Foto: © Dyflexis GmbH

 

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