7 Maßnahmen für Führungskräfte, um Bereichsegoismus zu verhindern

Sie kennen kleinere und größere Machtkämpfe zwischen Teams und vermissen einen transparenten Informationsfluss? Dann können Sie sicher sein, dass Silo-Denken Sie in erfolgreichem Wachstum hemmt.

Die Silo-Mentalität – in den meisten mittleren und großen Firmen ist sie täglicher Wegbegleiter. Sie ist teuer und in Anbetracht der heutigen Arbeitswelt nicht mehr zeitgemäß. Sie kennen kleinere und größere Machtkämpfe zwischen Teams, vermissen einen transparenten Informationsfluss und hören häufiger Aussagen wie „Dafür bin ich nicht zuständig“? Dann können Sie sicher sein, dass Silo-Denken Sie in erfolgreichem Wachstum hemmt.

Was ist Silo-Denken und welche Effekte gehen damit einher?

Die Silo-Mentalität beschreibt die fehlende Bereitschaft, Informationen und Wissen zwischen Mitarbeitern oder zwischen verschiedenen Abteilungen innerhalb eines Unternehmens auszutauschen. Studien konnten zeigen, dass negative Effekte nicht nur für Einzelpersonen und Teams nachweisbar sind. Ebenso leiden Produktentwicklung, Wertversprechen und Kundenbeziehung darunter. 

Um Cross-Silo Leadership zu betreiben und Kollaboration zu fördern, sollten Sie drei Ebenen in Angriff nehmen: Fähigkeiten, Haltung und Prozesse. Nur das Zusammenspiel aller drei Faktoren ermöglicht Ihnen eine nachhaltige und effektive Kulturveränderung.

 

Cross-Silo Maßnahmen, die Sie als Führungskraft umsetzen können

1. Schulen Sie sich und Ihre Teams auf den Skills, die für Kollaboration wichtig sind.

Hierzu gehören: Konstruktiv Feedback geben und annehmen, aktives Zuhören und offenes Fragenstellen

2. Stellen Sie die richtigen Leute ein und nutzen Sie individuelle Fähigkeiten

 

  • Stellen Sie Personen mit diversem Hintergrund (funktional und kulturell), sowie Personen mit einem „growth mindset“ ein.
  • Identifizieren und fördern Sie Ihre "Cultural Broker". Laut Casciaro et. al (2019) sind das Menschen, die sich durch die Zusammenarbeit an Schnittstellen auszeichnen. Diese Mitarbeiter verfügen in der Regel über Erfahrungen und Beziehungen, die sich über mehrere Bereiche, Funktionen oder Domänen erstrecken, und dienen informell als Bindeglied zwischen ihnen. 

 

3. Schaffen und kommunizieren Sie eine einheitliche Vision

 

  • Führungskräfteentwicklung: Die Silo-Mentalität ist kein Zufallsprodukt. Wie so häufig wird auch sie oftmals top-down vorgegeben. Aus diesem Grund sollten Sie in einem ersten Schritt Ihre Aufmerksamkeit auf die Führungskultur und potentielle Konflikte in ihrem Führungsteam richten.  Es ist unbedingt erforderlich, dass das Führungsteam einer gemeinsamen und einheitlichen Vision für das Unternehmen zustimmt.
  • Townhall Meetings: Kommunizieren Sie strategische Entscheidungen, Unternehmensziele und wichtige Initiativen transparent und zeitgleich an die gesamte Belegschaft.

 

4. Fördern Sie den persönlichen Austausch und das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Mitarbeitern und Abteilungen

 

  • Lunch- oder Kaffee Roulette: Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter darin, sich auch mit bislang unbekannten Kollegen auszutauschen. Meetrella.com kann Ihnen als Tool dabei eine Hilfe sein.
  • Firmenweites Teambuilding: Teambuilding ist nicht nur für die Teams in sich essentiell, sondern kann und sollte auch firmenweit gefördert werden. Denkbar sind abteilungsübergreifende Planspiele, die je nach Zielgruppe auch digital (z.B. in Form von Augmented Reality) unterstützt werden können.

 

5. Seien Sie Vorbild

 

  • Gehen Sie in Vorleistung. Stellen Sie viele Fragen, integrieren Sie unterschiedliche Sichtweisen, kommunizieren Sie eigenes Nichtwissen.
  • Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, wie aktives Networking geht und belohnen Sie End-to-End Ownership.

 

6. Schaffen Sie Möglichkeiten zur cross-funktionalen Zusammenarbeit und fördern Sie abteilungsübergreifende Kommunikation

 

  • Schnittstellen-Meetings: Identifizieren Sie gemeinsam Schnittstellen in Ihrer Firma und organisieren Sie einen regelmäßigen und strukturierten Austausch zwischen diesen.
  • Retrospektiven und Fuck-Up Sessions: Unterstützen Sie die Fehler- und Feedbackkultur in Form von abteilungsübergreifenden Meetings. Egal ob als Retrospektive oder als Fuck-Up Session, die dafür vorgesehen ist, über begangene Fehler und Probleme der Zusammenarbeit zu sprechen. Meetings dieser Art helfen Ihren Mitarbeitern, ein Bewusstsein für den Gesamtprozess zu entwickeln und gemeinsam Lösungen zu erarbeiten.   

 

 7. Setzen Sie unterstützende Tools ein

 

  • Lassen Sie sich von den passenden Programmen und Tools bei der Kollaboration unterstützen. Um nur ein paar wenige als Inspiration zu nennen: Slack, Asana, Bitrix, Google Keep, Google Docs, GoToMeeting, Trello, Microsoft Teams, bonfire etc. All diese Programme unterstützen die horizontale Kommunikation und den transparenten Informationsfluss.

Autor:

Conufactur

Kontakt: Anja Sinz, Head of Learning & Programs, as@conufactur.com

 

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