”Steuererleichterungen im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe“

Die Unwetterereignisse in Bayern, Nordrhein-Westfalen, Rheinlandland-Pfalz und Sachsen haben in den betroffenen Regionen flächendeckend Zerstörungen hinterlassen und zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Versorgung und der Infrastruktur geführt.

teaser steuererleichterungen hochwasser symbolbild

Neben den bereits beschlossenen Hilfsmaßnahmen haben sich Bund und Länder zudem auf eine Ausweitung der für Naturkatastrophen vorgesehenen steuerlichen Erleichterungen geeinigt.

Diese sehen nach Angaben des Bundesfinanzministeriums wie folgt aus:

 

  • Geringere Nachweispflichten bei der Prüfung der wirtschaftlichen Tätigkeit
  • Ermöglichung des Einsatzes eigener Mittel gemeinnütziger Körperschaften zur Unterstützung der Betroffenen auch außerhalb der Satzungszwecke
  • Gewährung des Betriebsausgabenabzugs für zahlreiche Zuwendungen aus dem Betriebsvermögen
  • Möglichkeit für Arbeitgeber, ihren geschädigten Angestellten unentgeltlich Verpflegung zur Verfügung zu stellen und zum Beispiel Fahrzeuge, Wohnungen und Unterkünfte steuerfrei zur Nutzung zu überlassen
  • Ermöglichung für Unternehmen, unentgeltlich Beherbergungs- und sonstige Leistungen (z.B. Aufräumarbeiten mit eigenem Gerät und Personal) an Betroffene zu erbringen oder für den täglichen Bedarf notwendige Güter zur Verfügung zu stellen, ohne dass dies eine Besteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe oder eine Vorsteuerkorrektur auslöst
  • Möglichkeit der Herabsetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021 ggf. bis auf Null, ohne dass die gewährte Dauerfristverlängerung durch die Erstattung bzw. Festsetzung auf Null berührt wird

 

Grundlage steuerlicher Erleichterungen bei der Überlassung von Wohnraum, Sachgütern oder Personal ist eine Billigkeitsregelung, die bis zum 31. Dezember 2021 befristet wurde. Demnach kann in vielen Fällen von einer Besteuerung abgesehen werden, sofern es sich um eine unentgeltliche Unterstützung handelt, und die Maßnahme durch die Bewältigung der Flutkatastrophe zu begründen ist.

Darüber hinaus wird Unternehmen ermöglicht, bei einem entsprechenden Antrag die Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung 2021 herabsetzen zu lassen. In Bezug auf Sachspenden wurde zudem vereinbart, auf eine Besteuerung zu verzichten, solange es sich um Gegenstände zur Katastrophenbewältigung handelt und Spenden den unmittelbar betroffenen Menschen zugutekommen.

Weitere Informationen zu den steuerlichen Erleichterungen finden Sie unter Bundesfinanzministerium - Steuerliche Erleichterungen bei der Beseitigung der Hochwasserschäden
Eine Übersicht zu den bislang vereinbarten Hilfsmaßnahmen finden Sie unter: Informationen (bvmw.de)

Heute schon wissen, was den Mittelstand morgen bewegt.


Jetzt Newsletter abonnieren!

Alle Newsletter