Markus Jerger über den Todeskampf großer Gaskonsumenten

Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes “Der Mittelstand, BVMW”, äußert sich im Welt-Interview online über die Bedeutung und Folgen für Unternehmen, die der enorme Kostenanstieg mit sich bringt. Weiterlesen...

Bundesgeschäftsführer des Bundesverbandes “Der Mittelstand, BVMW”, äußert sich im Welt-Interview online über die Bredouille, in welche deutsche mittelständische Unternehmen hineingeraten - oder schon lange sind. 

Durch die stark steigenden Kosten für Gas, Öl und Strom geht er - aufgrund seines branchenübergreifenden Einblicks in Unternehmen durch seine Position im BVMW - davon aus, dass knapp 25% der Unternehmen in Zukunft nicht überleben, wenn keine sofort wirksamen Entlastungen folgen.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat den Umfang der Maßnahmen, die die Regierung ergreift, um die Energiekosten für die Bevölkerung abzufedern, als “Doppel- Wumms” bezeichnet. 200 Milliarden Euro - so Jerger- reichen aber nicht aus, um die deutsche Wirtschaft zukunftsfähig zu machen.

Er erwartet Sofortaktionen, um versorgungstechnische Probleme einzudämmen, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, und vor allem, um mehr Energie bereitstellen zu können. Wenn keine Entlastung vorgenommen wird, die Rahmenbedingungen für Unternehmen nicht angepasst werden, und ihnen zudem auch keine Energiesicherheit gewährleistet wird, geht die Hoffnung auf Unterstützung durch den Staat immer mehr verloren. Eines ist sicher: Vielschichtige, lösungsorientierte Veränderung zugunsten der Unternehmer ist notwendig, um eine Deindustrialisierung Deutschlands zu verhindern.