RB:UnternehmerFrühstück mit Michael Zehe und Dr. Alexandra Kohlmann

Das ausgebuchte UnternehmerFrühstück fand im Marriott Hotel Heidelberg mit über 60 Teilnehmern statt.

Das Frühstück mit Live-Cooking war ein Highlight des Morgens. Sabine Rahmel, neue Direktorin des Hotels, stellte kurz die Räumlichkeiten und die Besonderheiten des am Neckar gelegenes Hotel vor. Seit letztem Jahr sind sie zu einer der größten Hotelketten der Welt durch den Zusammenschluss mit der Starwood Hotelkette gewachsen, mit nun insgesamt 6000 Hotels weltweit. 

Die Softwarekontor GmbH wurde als Partner der aktuellen Reihe des UnternehmerFrühstücks vorgestellt. Mit dem Fokus auf die nachhaltige Optimierung von Geschäftsprozessen und bestehenden Anwendungen in allen Phasen des IT-Lebenszyklus bieten sie von Beratung, über Entwicklung bis zu Schulungen und Support an. Der Experte für Transformation von Informationen  und systematischen Auswertungen sieht als einer seiner Stärken die Flexibilität für die Erstellung von individuellen Lösungen, so Peter Schubert, Geschäftsführer des Unternehmens.

Erwin Schottler, Mitglied im IBWF, „Institut für Betriebsberatung, Wirtschaftsförderung und -forschung e. V.“, stellte sein Seminar zum Thema „Wertschätzung schafft Wertschöpfung“ mit Schwerpunkt auf Fachkräftegewinnung und -bindung vor, welches unter dem Motto „Erwin Schottler bewegt“ am 20. Juni, ab 16 Uhr stattfindet.

Als neue Mitglieder im BVMW-Netzwerk wurden die Anton Debatin GmbH aus Bruchsal, vertreten durch den Geschäftsführer Thomas Rose, Lothar Schmidt Finanzcoaching und Finanzberatung aus Landau, die VETEC Ventiltechnik GmbH aus Speyer, vertreten durch den Geschäftsführer Uwe Vogel und die SECUDE GmbH aus Walldorf, vertreten durch Claude Junghanns, vorgestellt.

Ein außergewöhnlicher Programmpunkt war die Übergabe von Urkunden an 14 Unternehmen aus der Region für das Erreichen der Jurystufe im Wettbewerb „Großer Preis des Mittelstandes“. Längst ist der „Große Preis des Mittelstandes“ mehr als eine Auszeichnung. Viele Unternehmen haben in ihm ein vorzügliches Unternehmensführungsinstrument erkannt, das sie regelmäßig nutzen. Lesen Sie hier mehr zu der Übergabe.

Die beiden Referenten Michael Zehe, Gründer und Geschäftsführer der ROWE Mineralölwerk GmbH in Worms, und seine Tochter Dr. Alexandra Kohlmann, seit 2016 Mitglied der Geschäftsführung, sprachen zum Thema "Von der Garagenfirma zum mittelständischen Globalplayer - Perspektiven aus zwei Generationen". Herr Zehe berichtete aus seiner Sicht von der Gründung der Firma bis zum heutigen Tag, von den überwundenen und noch ausstehenden Herausforderungen und gab einen kleinen Ausblick in die Zukunft des Unternehmens.

Zurzeit beschäftigt ROWE ca. 300 Mitarbeiter unter anderem in Russland, Rumänien, Polen, Bulgarien und seit diesem Winter auch in den Vereinigten Staaten. Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und nutzt die komplette Abwärme aus der Produktion für alle weiteren Vorgänge. Wie es sich auch bereits in der Vergangenheit des Unternehmens gezeigt hat, gestaltet sich der Verkauf ins Ausland als einfacher aufgrund des „Made in Germany“ Siegels. In Deutschland ist es als eher unbekannte Marke schwierig, doch der Wachstumstrend sei ungebrochen, so Zehe. Des weiteren ging er auf die Finanzierung, bei der man seiner Meinung nach als Mittelständler mit offenen Karten gegenüber der Banken oder Öffentlichkeit spielen muss oder auf den Fachkräftemangel ein. 
Ein weiterer großer Punkt in seinem Vortag war die Werbung in ihrer Branche und das erfolgreiche Auftreten nach Außen. Sie wählten dafür den Rennsport aus, gründeten ein eigenes Team und eine Gesellschaft, waren damit recht erfolgreich, doch der große Sprung ist nicht gelungen. Deswegen unterstützen sie jetzt ein externes Team  - mit dem sie auch große Erfolge erzielen konnten. Ein weiterer Vorteil daraus ist, dass sie die eigenen Produkte gleich testen können und dadurch schnellstmöglich Rückmeldung von der Rennbahn bekommen. „Wenn wir etwas anfangen, führen wir es auch zu Ende. Zu Ende heißt dauerhaft. Außer es ist ein absolutes Desaster, was es auch manchmal gibt.“ so Zehe.

Seine Tochter, Dr. Alexandra Kohlmann, thematisierte die aktuellen Herausforderungen während der Nachfolgeregelung, die momentan vonstatten geht. Im Mittelpunkt steht die Frage „Wie kann man als Nachfolge Akzeptanz erreichen?“. Das gruppenfähige bzw. -konforme Verhalten steht oftmals einem innovativen Verhalten gegenüber, wo man einen Mittelweg finden muss und besänftigend Misstrauen begegnen soll. Bei ROWE sind momentan vier Generationen von Mitarbeitern tätig, wo die angesprochenen Sozialkompetenzen gefordert werden. Auf die Frage, welche Eigenschaften ihren Vater zum Erfolg geführt haben, beantwortete sie mit: „Ausdauer und Mut zum Risiko“. Diese spiegeln sich auch in einem weiteren Werbebereich, in dem sie stark auftreten, nämlich im Triathlon, wo die Ausdauer und die Kraft ebenfalls im Mittelpunkt stehen.