BVMW-Delegation zu Besuch bei Wirtschaftsminister Aiwanger

Am 10.08. besuchte eine Delegation des BVMW Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) in München, um dem Staatsminister des Freistaats Bayern einen Einblick in die Situation der Veranstaltungswirtschaft zu geben.

Die Delegation BVMW bei Staatsminister Aiwanger; Copyright: WordUP PR

Event-Branche am Boden - und ohne Lobby


Es ist keine Übertreibung zu sagen, dass niemand von Corona so hart getroffen wurde wie die Veranstaltungsbranche. Schließlich leben Events von größeren Zusammentreffen von Menschen - während Corona ein Ding der Unmöglichkeit. Allerdings geht das Ausmaß des Schadens in der medialen Berichterstattung oft unter. Nur wenigen ist bewusst, dass es sich bei der Event-Branche insgesamt um die drittgrößte Branche im Freistaat Bayern handelt. Aufgrund der Struktur der Unternehmen in diesem Bereich, der aus vielen kleinen und mittelständischen Betrieben besteht, gibt es keine einflussreiche Lobby. Die #alarmstuferot-Initiative des BVMW gibt der von Corona hart getroffenen Veranstaltungsbranche eine Stimme. 

BVMW fordert wirksame finanzielle Hilfen 


Die Delegation des BVMW setzte sich in dem etwa 90-minütigen Gespräche für wirksame finanzielle Hilfen ein, um Unternehmern und Mitarbeitern eine konkrete Zukunftsperspektive zu bieten. Gerade Solo-Selbstständige leiden unter ausfallenden Einnahmen und haben teilweise lediglich Anspruch auf Grundsicherung. Dem kompletten Ausfall jeglichen Umsatzes steht somit eine staatliche Zahlung von weniger als 400€ entgegen. Aus Sicht des BVMW ein untragbarer Zustand. Auch Banken und andere private Kreditgeber halten sich bei der Vergabe von vorübergehenden Darlehen zurück. Und sogar wenn man in der glücklichen Lage ist, einen KfW-Kredit zu erhalten, muss man sich auf lange Wartezeiten einstellen, so einer der Teilnehmer. 

Aiwanger für finanzielle Hilfen, gegen Lockerung der Hygieneregeln


Der Staatsminister versprach, sich bei der Bundesregierung für eine Verlängerung betrieblicher Hilfen und eine angemessene Berücksichtigung der Veranstaltungsbranche einzusetzen. Aus Sicht des BMVW ein begrüßenswerter Schritt. Mehrere Event-Unternehmer aus der Delegation brachten auch Vorschläge zur dringend notwendigen Ausweitung der erlaubten Teilnehmeranzahl bei Veranstaltungen ein. Beim Hygienekonzept des Freistaats war Aiwanger jedoch zu keinerlei Zugeständnissen bereit. Ähnlich verhielt es sich bei der Forderung nach einem partiellen Ausgleich für Lohnausfälle. 

Insgesamt konnte unsere Delegation dem Wirtschaftsminister klar vermitteln, wie schlecht die Lage der Veranstalter in Bayern wirklich ist. Wir begrüßen Aiwangers Bereitschaft, sich für eine Verlängerung von Überbrückungskrediten einzusetzen. Weiterhin werden wir uns aber im Zuge der #alarmstuferot-Initiative für maßvolle Verbesserungen der Hygienevorschriften bei Events einsetzen, welche gesundheitlichen Schutz und unternehmerische Interessen sinnvoll miteinander in Einklang bringen. 
 

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