Personal|TALK: Wider dem Fachkräftemangel

Fachkräftemangel aller Orten. Eine der größten Herausforderungen für die Unternehmen. Eine interessante Möglichkeit gut ausgebildete Fachkräfte zu akquirieren ist der Kontakt zum BFD der Bundeswehr.

Für weitere Informationen finden Sie die Broschüre zum Download.

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Wider dem Fachkräftemangel

Eine der größten Herausforderungen im Mittelstand ist der immer problematischer werdende Fachkräftemangel. Wenn es vor Corona schon schwierig war Fachkräfte für einige Branchen zu bekommen, wurde während der Pandemie die Zündschnur angelegt. Nicht nur für Dienstleistungsberufe suchen Unternehmende händeringend. Die Bannbreite an offenen Stellen wird immer größer. Eine sehr interessante, aber bisher nicht so bekannte Möglichkeit an gut ausgebildete Fachkräfte zu kommen, ist der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr.

Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Osnabrück veranstalten wir unseren monatlichen Personaltalk, dieses Mal mit dem Team um Marlene Lutz vom BFD der Bundeswehr. Standort ist des BFD ist Wilhelmshaven, von dort aus kümmert sich ein Team mit ca. sechs Beratern um Zeitsoldaten und Zeitsoldatinnen, die bei der Bundeswehr zwischen 4 und 25 Jahren ihren Dienst leisten. Allein im Zuständigkeitsgebiet des Stützpunktes Wilhelmshaven beläuft sich die Zahl an aktuellen und ehemaligen Zeitsoldaten und Zeitsoldatinnen auf 18.500. Ein beträchtliches Potenzial an Fachkräften, wenn man davon ausgeht, dass jeder nach Ablauf der Dienstzeit auf dem zivilen Arbeitsmarkt eingegliedert werden wird.

Wie dieser Prozess genau aussieht, welche Unterstützung und Förderung die Bundeswehr ihren Soldaten und Soldatinnen bietet, welche Vorteile aber auch die suchenden Unternehmen haben, das hat und Marlene Lutz gemeinsam mit ihren Kollegen Leja und Kindop aus dem Karriereberatungsteam erläutert.

Gut ausgebildete Fachkräfte

Was viele sicher nicht wissen: Die Bundeswehr bietet ihren Soldaten und Soldatinnen umfangreiche Möglichkeiten einer Aus- oder auch Weiterbildung. Im Fachjargon die ZAW – Die zivile Aus- und Weiterbildung. Schulabschlüsse können an der Bundeswehreigenen Fachschulen erworben werden. Rund 50 Ausbildungsberufe mit anerkanntem Abschluss werden ermöglicht, dazu ca. 50 Weiterbildungsangebote. Etwas, was in der zivilen Wirtschaft wahrlich nicht üblich ist: Die Soldaten oder Soldatinnen bekommen – je nach Dienstzeit – bis zu 60 Monaten Bildungszeit, die mit bis zu 21.000 Euro unterstützt werden. Dazu noch zwischen 70% bis 100% ihrer üblichen Besoldung.

Vorteile für Unternehmen

Anzeigen, Jobmessen, Personaldienstleister. Alles bekannte Instrumente, mit denen Unternehmen versuchen, Talente und erfahrene Mitarbeiter für sich zu gewinnen. Wer sich als Unternehmer in einem solchen Prozess befindet, weiß wie hoch die Kosten für die Personalsuche sein können. Bei der Bundeswehr sind all diese Dienstleistungen kostenfrei für suchende Unternehmen. Digitalen Soldatentage bieten Firmen Plattformen, Anzeigen können ebenfalls ohne finanziellen Aufwand eingestellt werden, und zwar deutschlandweit. Auch werden wieder Jobmessen in Präsenz durchgeführt, die die Unternehmen außer den zeitlichen Aufwand nichts kosten. Dazu kommen mögliche Eingliederungsgelder oder Einarbeitungszuschüsse, Berufsorientierungspraktika bis zu vier Wochen oder Betriebspraktika.

Die Statistik spricht da für sich: In der Zusammenarbeit von mehr als 300 Unternehmen konnten 92% der Soldaten und Soldatinnen in den zivilen Arbeitsmarkt eingegliedert werden mit einer Zufriedenheitsquote von 95%.  

Uns als Interessenverband für den Mittelstand ist es ein Anliegen, dass solche Angebote deutlich mehr publik gemacht werden und vielleicht auch ihr Unternehmen von den staatlich geförderten Möglichkeiten profitiert und gut ausbildete Fachkräfte bald ihr Team unterstützen. Herzlichen Dank an Marlene Lutz und ihr Team vom BFD in Wilhelmshaven für diesen spannenden Vortrag.

 

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