Corona-Hilfen – viele gehen leer aus

PI: "Das bundesweite Beherbergungsverbot trifft die Küstenregion besonders hart" sowie zur ZDF-Sendung LANZ mit Dr. Carsten Linnemann, MdB/CDU.

Ostfriesland - In Anlehnung und mit Blick auf die PM von Der Mittelstand.BVMW vom 24. 11. 2020, "Mittelstand mahnt dringende Nachbesserungen an" , weist Horst Kuipers, Leiter des KV Ostfriesland des BVMW, in einer Presseerklärung sowie einem Schreiben an die jeweils regionalgesandten Bundestagsabgeordneten (MdB) auf folgende tragische Problemsituation hin.

Das deutschlandweite Beherbergungsverbot trifft nicht nur die viel zitierte Gastronomie und Hotellerie, sondern die Fewo-Vermieter gleich doppelt hart. Sie sind nicht nur von dem Verbot betroffen; sie fallen zudem bei den Hilfspaketen mit Null durch die Roste.

Es geht hier bundesweit um über 60.000 Vermieter – und das sind über 70 % des deutschen Ferienimmobilienmarktes. Den ersten Lockdown im Frühjahr haben sie aus solidarischem Verständnis trotz hoher Einbußen akzeptiert und selbst den Totalausfall im November noch, jetzt aber, wo sich das Verbot sogar ins nächste Jahr hineinzieht, schlägt diese Teilbranche Alarm und ist dabei, sich neu zu verbünden - wie aus Insiderkreisen zu hören war. Der einzige Grund für den Ausschluss der Corona-Hilfen liegt in historischen Formalien, weil die Fewo-Vermieter, obwohl sie eine normale Unternehmensaktivität ausüben, die UST-relevant und auch sonst mit allen „Drum und Dran“ unternehmerisch ist, diese aber nicht als Hauptgewerbe betreiben.

Aus ähnlichen oder anderen bürokratischen Gründen gibt es eine ganze Reihe von betroffenen Teilsegmenten, die alleine gelassen werden. Auf der anderen Seite gibt es Bereiche, z. B. bei etlichen Großkonzernen, wo der Staat mit Milliarden richtig klotzt. Fassungslos macht zudem die Logik von teilweise desaströs gestrickten Hilfspaketen. So bekommen u. a. im Gastronomiebereich internationale Fast-Food-Ketten, wie McDonald's, Burger King oder Starbucks etc., 75 % des Umsatzes des Vorjahresmonats, obwohl sie fleißig außer Haus verkaufen. Weiß doch jeder, dass Umsatz nicht gleich Gewinn ist, doch im Finanzministerium anscheinend nicht. Selbst Dr. Carsten Linnemann, MdB und Chef der Mittelstandsvereinigung der CDU äußerte sich bei LANZ im ZDF >hier  überrascht "Ich hab' zuerst gedacht, man hat Gewinn mit Umsatz verwechselt". 

Für Ostfriesland und die nordwestliche Insel- und Küstenregion insgesamt ist der Gesamtbereich Tourismus von tragender Bedeutung – und die meisten Beherbergungen finden in Ferienwohnungen statt. Das trifft zum Beispiel auch für den LK Aurich mit den meisten ostfriesischen Inseln zu, was der Landrat das Kreises, Olaf Meinen, wie folgt bestätigt: „Der Landkreis Aurich mit über 10 Mio. Übernachtungen in 2019 gehört zu den größeren Urlaubsdestinationen in Deutschland – und der überwiegende Teil der Gästebetten wird bei uns in Privatunterkünften, wie beispielsweise Ferienhäusern oder Ferienwohnungen für unsere Gäste zur Verfügung gestellt. Die privaten VermieterInnen gehören damit zu den größten Leistungserbringern, damit sich unsere Gäste hier wohlfühlen und gerne wiederkommen“.

Fazit: Es bleibt der dringende Appell an die Bundespolitik um deutliche Nachjustierung – und an die PolitikerInnen der Region, die große Gefahr eines touristischen Kahlschlags für die nordwestliche Küstenstrukur insbesondere In Hannover lautstark auf den Tisch zu bringen.

Kontakt: Horst Kuipers, Leiter KV Ostfriesland  -  www.ostfriesland.bvmw.de 
und im Team BVMW Bremen & Nordwest-Niedersachsen,
Tel.: 04926 927 962, E-Mail: horst.kuipers@bvmw.de