Firmenkultur und Unternehmertum

„Firmenkultur – Sinnstiftend oder Sahnehäubchen“ – so lautete der Titel des Impulsvortrages von Bettina Nolting, Vorsitzende der MENTOR.I-Stiftung. In einem interdisziplinären Blickwechsel fragte sie nach der Wahrnehmung und möglichen Funktion von...

Heinrich Gröne, BVMW - Michael Krakow, mikrakom / Angewandte Kommunikation - Hannes Sonntag, Pianist und Autor - Bettina Nolting, Vorsitzende der MENTOR.I-Stiftung - Horst Thurau, Geschäftsführer AÜG Netzwerk Human Resources GmbH - Udo Wiemann, BVMW

„Firmenkultur – Sinnstiftend oder Sahnehäubchen“ – so lautete der Titel des Impulsvortrages von Bettina Nolting, Vorsitzende der MENTOR.I-Stiftung. In einem interdisziplinären Blickwechsel fragte sie nach der Wahrnehmung und möglichen Funktion von Firmenkulturen, wobei sie ihre Überlegungen bewusst in philosophischer Perspektive ansetzte. Inwieweit sich der Begriff der Firmenkultur mit allgemeinen Kulturfragen deckt, womöglich ähnlichen Missverständnissen unterliegt und warum eine Firmenkultur wachsen muss und sich nicht verschreiben lässt, waren Kernpunkte ihres Vortrages.

Hannes Sonntag, Pianist und Autor, bot einen Gastvortrag der ganz besonderen Art: wechselnd in freier Rede und am Klavier, analysierte er sinnfällig, inwiefern große Komponisten der Musikgeschichte vielleicht auch als Unternehmer angesehen werden können. So wurde etwa in der Gegenüberstellung von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel deutlich, wie verschieden sich Biografien bei ähnlichen sozialen Startbedingungen entwickeln können. Hannes Sonntag erwies sich als rhetorisch wie pianistisch gleichermaßen brillant und gewann seine Hörer vollends dann, wenn er mit augenzwinkerndem Humor die historischen mit den heutigen Konditionen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern verglich.

Michael Krakow beendete den Referentenreigen mit einem Impulsvortrag zu einer gelingenden Kommunikation. Er plädierte für mehr Empathie in Gesprächen sowohl auf privater als auch auf der Geschäftsebene. Erfolge verzeichne man nur, wenn man Verständnis füreinander aufbringe und (Geschäfts-)Partner auch verstehe und wertschätze.

Ein Abend mit viel Wertschätzung füreinander, angereichert mit neuen Ideen für viele Mittelständler und einem guten Ergebnis für alle Teilnehmer.