Industrie 4.0 und Digitalisierung greifbar machen

Am 20.06. trafen sich auf Einladung des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW), der SmartFactoryOWL sowie der Professur für Controlling und Kostenmanagement über 50 Praxisvertreter zum Austausch über Potenziale von Digitalisierung und Indu...

Prof. Dr. Christian Faupel und Benjamin Wegener, HS-OWL - Christian Terhechte, Geschäftsführer der Raumtänzer GmbH - Udo Wiemann, BVMW - Nissrin Perez, HS-OWL

Im Folgenden erläuterte Nissrin Perez das Leistungsangebot der SmartFactoryOWL, welches neben Forschung und Entwicklung auch viele Qualifikations- und Transferangebote beinhaltet. Ein besonderes Augenmerk legte Sie hierbei auf das Angebot für kleine und mittlere Unternehmen. Mit Hilfe der Potenzialanalyse können Unternehmen auf die Expertise der SmartFactoryOWL zugreifen und in gemeinsamen Workshops feststellen, wo der ideale Ansatzpunkt für einen ersten Schritt in Richtung Digitalisierung der Produktion sein könnte.

Nach diesem Einblick in die Fabrik der Zukunft, stellten Prof. Dr. Christian Faupel und Benjamin Wegener Ansätze und Lösungen zur Digitalisierung in administrativen und nicht direkt wertschöpfenden Bereichen, rund um die smarte Fabrik, vor. Hierbei gingen sie auf vielfältige Einsatzmöglichkeiten von Künstlicher Intelligenz ein – von der Auswertung der Social Media Kanäle, über die Prognose von Bestellmengen bis zur Analyse der Preissensitivität des Kunden.

Anschließend stellten sie das an der Professur für Controlling und Kostenmanagement entwickelte Reifegradmodell Digitalisierung vor. Hierbei kann für ausgewählte Bereiche im Unternehmen, bspw. die Finanzbuchhaltung oder den Einkauf, der Ist-Zustand anhand fünfstufiger Reifegrade bestimmt werden. Das Ergebnis für die Unternehmen ist eine Einschätzung des Ist-Zustands sowie konkrete Handlungsanregungen zur Digitalisierung von Prozessen und Entwicklung neuer Geschäftsmodelle.

Letzter Redner des Abends war Christian Terhechte, Geschäftsführer der Raumtänzer GmbH. Er stellte die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Augmented und Virtual Reality vor. So bietet Raumtänzer Lösungen vom Marketing bis zur Fertigung und Montage an. Produktdatenblätter können durch Augmented Reality um ein dreidimensionales Modell erweitert und für den Kunden plastisch visualisiert werden. Dieselbe Technik kann in der Wartung eingesetzt werden. Über einen digitalen Zwilling können einzelne Wartungsschritte erläutert und somit auch von weniger qualifizierten Mitarbeitern durchgeführt werden.

Abschließend zeigte Christian Terhechte Einsatzszenarien von Virtual Reality. Teams die sich physisch an unterschiedlichen Standorten befinden, können sich in einem virtuellen Besprechungsraum treffen. Sollen hier konkrete Projekte besprochen werden, bspw. die Projektierung einer Anlage, kann diese als dreidimensionales Modell in diese virtuelle Realität integriert werden.

Zum Abschluss führte Nissrin Perez die interessierten Zuhörer durch die SmartFactoryOWL und zeigte an zahlreichen Beispielen, wie die smarte Fabrik schon heute umgesetzt werden kann.