Die Grünen zum Thema Abgaben und Steuern

Die Folgen der Corona-Pandemie belasten unsere mittelständischen Unternehmen bis heute. Die kommende Bundestagswahl wird eine wichtige Weichenstellung. Eine große Rolle spielen die überdurchschnittlich hohen Abgaben und Steuern.

Hier die Antwort von Dr. Sandra Detzer und Oliver Hildenbrand (Grüne, Landesvorsitzende):

Eine gerechte Steuerpolitik ist die Grundlage für eine funktionierende Gesellschaft und für das Gemeinwohl. Mit einer gerechten, nachhaltigen und soliden Steuerpolitik können wir starke Ungleichheiten ausgleichen, Umwelt und Klima schützen und für Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sorgen. Wir Grüne wollen durch steuerliche und finanzielle Anreize klima- und umweltfreundliche Lösungen ermöglichen und belohnen.

Die Verringerung bürokratischer Lasten, eine innovationsfreundliche Steuerpolitik sowie eine breitenwirksame Forschungslandschaft sind die Kernpunkte unserer Mittelstandspolitik. Vor allem während der Corona-Pandemie haben wir Grüne uns frühzeitig für einfache und funktionierende Unterstützungsmaßnahmen eingesetzt, etwa für großzügige Stundungsregelungen und einen auf vier Jahre in die Vergangenheit ausgeweiteten Verlustrücktrag, der gerade kleinen und mittleren Unternehmen eine deutliche Entlastung gebracht hätte. Wir Grüne wollen den Mittelstand und das Handwerk gezielt stärken – unter anderem durch einfachere Steuer-Regeln: Anschaffungen bis 1.000 Euro sollen sofort abschreibbar sein und die Umsatzsteuer soll erst entrichtet werden müssen, wenn der Kunde bezahlt hat. Der Meisterbrief soll wie ein Studium kostenfrei sein. Wir wollen KMU durch ein dezentrales und unabhängiges IT-Beratungsnetzwerk stärker unterstützen. Außerdem sollen Förderprogramme und Investitionszuschüsse für KMU deutlich einfacher zugänglich sein.