Die FDP zu dem hohen Bürokratieaufwand

Die Folgen der Corona-Pandemie belasten unsere Unternehmen bis heute. Die Bundestagswahl wird eine wichtige Weichenstellung. Eine große Rolle spielen der überdurchschnittlich hohen Zeitaufwand und die Kosten der Bürokratie: jährlich 343 Milliarden.

Hier die Antwort von Michael Theurer (FDP, stv. Bundesvorsitzender):

„Wir Freie Demokraten wissen, dass mittelständische Unternehmen der Erfolgsfaktor der deutschen Wirtschaft sind. Sie bieten den Großteil der Arbeitsplätze an und erarbeiten wesentliche Teile der Wertschöpfung. Das Augenmerk der FDP wird daher auch in Zukunft optimalen Bedingungen für kleinere und mittlere Unternehmen gelten. Dafür brauchen wir neben einer weitsichtigen Standortpolitik und zügigen Verfahren, wenn es gilt, Betriebe zu erweitern, zu verlagern oder zu modernisieren, insbesondere auch den Abbau unnötiger Bürokratie. Denn der stetig wachsende Bürokratiedschungel belastet nicht nur die Bürgerinnen und Bürger, er bremst auch die wirtschaftliche Entwicklung aus und entwickelt sich immer mehr zu einem echten Standortnachteil.

Wir Freie Demokraten wollen den Bürokratiedschungel lichten und fordern einen Entfesselungspakt für die deutsche Wirtschaft, in dem Maßnahmen zur Bürokratieentlastung gebündelt und vorangetrieben werden. Initiativen wie das Bürokratieentlastungsgesetz IV, die Strategie „Einheitliche Ansprechpartner 2.0“ und eine Verlegung der Sozialversicherungsbeiträge in den Folgemonat müssen zu einer Gesamtstrategie gebündelt werden. Das gilt auch für schlankere Vergabe-, Register- und Informationsbestimmungen.

Wir brauchen endlich spürbare bürokratische Entlastungen, damit sich Unternehmen und Betriebe endlich wieder ihrer eigentlichen Arbeit widmen können und nicht Zeit mit unnötigem Papierkrieg verschwenden müssen. Wirksamer Bürokratieabbau ist möglich und nötig; das Einsparpotential ist gigantisch. Was wir brauchen, ist nicht nur ein Ende des Aufbaus von Bürokratie, sondern ein Abbau der Anzahl von Regelungen und Normen. Denn Bürokratie ist wie eine Hecke, sie wächst von allein und muss von Zeit zu Zeit auf Stock gesetzt werden. Wir wollen deshalb für jede neue Belastung durch geplante Regelungen mit einer „One in, two out“-Regel Belastungen im doppelten Umfang abbauen – auch auf europäischer Ebene.“