Mittelstand beim IBM-Quanten-Computer

Zurzeit gibt es weltweit davon drei - ein weiterer ist in Planung. Die Rede ist vom IBM-Quanten Computer in der Zentrale in Ehningen (Baden-Württemberg). Der BVMW war mit einer kleinen Gruppe vor Ort, um sich das Wunderwerk der IT-Technik anzusehen.

Es ist eine kühle Schönheit, eingehüllt in einen runden Glascorpus. Die Umgebungstemperatur in dem Sicherheitsglaskasten beträgt minus 272,8  Grad. das Fundament ist mehr als einen halben Meter dick, damit keinerlei Vibrationen bei der Arbeit stören können. Im Unterschied zum klassischen Computer arbeitet er nicht auf der Basis elektrischer, sondern quantenmechanischer Zustände.

Mitverantwortlich für die Installation des Computers ist Angela Merkel. Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos fragte die Kanzlerin die damalige IBM-Chefin, ob das Unternehmen nicht so einen Quantencomputer nach Deutschland bringen könne. Jetzt ist er da und die Regierung förderte die Quantentechnologie mit zwei Milliarden Euro. Hauptbenutzer ist zurzeit das Fraunhofer-Institut, doch es können auch andere Wissenschafts-Institutionen und Unternehmen damit arbeiten.

Mit 27 Qubits ist es das derzeit leistungsstärkste System in Europa. Die für Laien schwierig zu verstehen der Stärke dieser Quantencomputer liegt daran, dass sie in einer nicht vorstellbaren Schnelligkeit äußerst komplexe Prozesszusammenhänge verarbeiten können. So will  die nahe gelegene Daimlerzentrale Sindelfingen damit zum Beispiel seine Batterieforschung optimieren.  Prinzipiell können aber auch kleine und mittlere Unternehmen über eine Miete den Quantencomputer nutzen.

Unser Foto zeigt die BVMW-Gruppe.

(Abb. UKÖ)