Chancenkarte: Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung für die F

Im Zuge eines neuen Zuwanderungsgesetzes will Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eine Chancenkarte inklusive Punktesystem auf den Weg bringen: Vier Kriterien, Sprachqualifikation, Berufserfahrung, Ausbildung und Alter, sollen künftig entscheiden, ob...

„Die Chancenkarte ist ein erster guter Schritt in die richtige Richtung.“ Wichtiger sei es jedoch, auch die grundlegenden Hürden bei der Fachkräfteeinwanderung anzugehen: „Deutschland muss offener bei der Anerkennung von im Ausland erworbenen akademischen und beruflichen Abschlüssen werden, sonst können wir Zugewanderten keine adäquaten Jobs vermitteln. Akademiker, die Taxi fahren – das kann uns auch noch mit der Chancenkarte passieren.“

Und: „Anders als Kanada braucht Deutschland nicht nur Akademiker, sondern vorrangig Fach- und Arbeitskräfte. Insbesondere fehlende Sprachkenntnisse sollten niemanden mehr daran hindern, nach Deutschland kommen zu dürfen.“ Dafür müsse die Politik mehr Sprachangebote im Inland schaffen, die unterbringungsnah und vor allem parallel zur Einarbeitung in einen Beruf stattfinden können. Und die Zeit drängt: „Bis 2036 werden 12,9 Millionen Beschäftigte in Rente gehen, uns gehen schlichtweg die Beschäftigten aus. Schon heute verzeichnen wir den höchsten Wert an offenen Stellen seit der Wiedervereinigung“. Das 2020 verabschiedete Fachkräfteeinwanderungsgesetz habe bei weitem nicht die gewünschten Erfolge erzielt, vor allem in der mittelständischen Wirtschaft herrsche große Ernüchterung. „Unterm Strich kommen immer noch viel zu wenig Fach- und Arbeitskräfte zu uns. Deutschland als Einwanderungsland bleibt weiterhin unattraktiv.“

Positiv zu bewerten sei, dass Bundesarbeitsminister Heil die Erwerbsbeteiligung von Frauen erhöhen und einen stärkeren Fokus auf die Qualifizierung und Weiterbildung setzen will. Die wirtschaftliche Entwicklung Deutschlands darf nicht durch fehlende Arbeits- und Fachkräfte ausgebremst werden: „Wir freuen uns, dass die Hilfeschreie aus der mittelständischen Wirtschaft endlich gehört werden und nun die richtigen Instrumente angegangen werden, um dem Personalmangel entgegenzuwirken und mehr Planungssicherheit für die Wirtschaft zu schaffen. Weitere Schritte müssen allerdings folgen.“