Müll ist kein Müll, sondern Rohstoff

Eine Gruppe von BVMW-Unternehmern war in das Restmüllheizkraftwerk Böblingen eingeladen.

Geschäftsführer Dr. Frank Schumacher erläuterte anschaulich, was sich dahinter verbirgt. Müll enthält eine Fülle von verwertbaren Stoffen wie Mineralien, Kunststoffe in jeglicher Form von Kohlenstoffverbindungen (Holz usw.). Mit innovativer Technik wird der angelieferte Müll analysiert und dann verarbeitet. Daraus entstehen vor allem Grundlagen für die Energiegewinnung, entsprechend der Trennung und Verarbeitung auch Biogas, Grundlagen für Straßenbau, Mineraldünger. Früher landete Müll häufig auf Mülldeponien, was erheblich zur Boden- und Luftverschmutzung beigetragen hat. Die Verarbeitung in einem der größten Müllheizkraftwerke Europas nutzt die thermische Verwertung von Müll vor allem zur Energiegewinnung. So werden etliche Einheiten im Großraum Böblingen/Sindelfingen mit Fernwärme versorgt. Durch modernste Verarbeitungs- und Filtertechniken entstehen dabei keine Umweltbelastungen. Aus Produkten, die mit Energie hergestellt wurden, entsteht wiederum neue Energie. Schumacher: „Dieses ist der nachhaltigste Kreislauf den es gibt, denn die Recyclingfähigkeit von Stoffen ist begrenzt und kostet auch wieder Energie.“ Die Unternehmer/innen zeigten sich von so viel Innovationskraft beeindruckt und diskutierten nach Vortrag und Betriebsführung über die erstaunlichen Möglichkeiten, die sich aus modernster Verwertung ergeben. Die Erkenntnis war aber auch, dass Politik und Bürokratie manchmal eher Hindernisse als Förderer sind. Unser Foto zeigt einen Teil der Gruppe im Leitstand der Anlage, von wo aus die gesamte Anlage gesteuert und überwacht wird. Foto: Köppen