Neues Jahr, neue Ziele?

Kommunikationstransformer Andreas Bellof über das Phänomen „Ich will endlich ... warum wir unsere eigenen Ziele torpedieren“

Zum Jahresausklang, wenn wir etwas zur Ruhe kommen, setzen wir uns mit Blick aufs neue Jahr (wieder mal) neue Ziele. „Same procedure as every year, James“, würde Miss Sophie jetzt sagen. Doch der Motivationsschub verpufft relativ schnell, und so werfen wir in der Regel schon nach wenigen Tagen unsere Pläne wieder über den Haufen. Was läuft da schief? Dieser Frage ging beim 28. First Tuesday, dem letzten in diesem Jahr, Andreas Bellof, Kommunikationstransformer aus Rosbach, nach. Mit seinem Impuls zeigte er den Teilnehmern auf, warum wir uns selbst im Weg stehen und wie wir die Hürden wegräumen können.

Oberstes Gebot: Ehrlichkeit mit sich selbst. Warum wollen wir dieses Ziel erreichen? Wollen wir uns oder anderen etwas damit beweisen? Ist es überhaupt unser eigenes Ziel? „Ziele zu setzen, die nicht unsere eigenen sind, machen keinen Sinn“, sagt Andreas Bellof. Als nächstes geht es darum, die eigenen Ziele genau zu benennen, sie mal aufzuschreiben und klar zu definieren, was man will bzw. nicht will. Aber Vorsicht bei der Formulierung, sonst spielt die Macht der Sprache unserem Gehirn und unseren Gedanken einen Streich. Der Verstandesmensch, wie Bellof selbst über sich sagt, spricht aus eigener Erfahrung. „Wenn wir uns nur damit beschäftigen, was wir nicht wollen, kriegen wir genau das!“, so seine Erkenntnis. Und liefert ein gutes Beispiel: „Wir wollen unsere Kunden nicht verlieren“, diese Aussage ist negativ besetzt. Das Ziel klingt anstrengend. Anders gesagt „Wir wollen unsere Kunden behalten“ klingt das Ziel schon besser und nach deutlich mehr positiver Energie. Wenn wir glauben, dass wir ein Ziel nur in Abhängigkeit von anderen erreichen können, sind wir zum Scheitern verurteilt. „Wenn wir aber wissen, warum wir etwas wollen, werden wir es erreichen“, ist er überzeugt. Dennoch gilt zu beachten, dass die Ziele, die wir uns stecken, realistisch und messbar sind.

Zum Schluss gab Andreas noch ein anschauliches Beispiel in Form eines Experiments. Er schickte Sebastian Dieckhoff, Teichhaus Bad Nauheim, von der Raummitte bis zur Tür. Beim Gehen sollte er erklären, warum er sich gerade selbst im Weg steht. Das Ergebnis war verblüffend und sorgte allenthalben für Heiterkeit, fühlte sich doch jeder ein wenig selbst ertappt. „Alles, was wir glauben, wird passieren!“ schloss Andreas und bedankte sich fürs Zuhören und die angeregte Diskussion.

Bevor das Unternehmer-Frühstück jedoch endete, gab es für ihn noch die offizielle Ehrung für seine fünfjährige Mitgliedschaft im BVMW. Der tolle Pokal durfte natürlich nicht fehlen, den er aus den Händen von Malu Schäfer entgegennahm.


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Andreas Bellof
Gutenbergstraße 6a
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Tel.: 06007 / 5 38 97 80
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(Text und Bild Annette Windus, Redaktionsbüro Wortschatz)